Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Absender: wdf
Datum: 2020-07-03 12:10:28

In „Spectrum der Urologie“ ist zu lesen, in den vergangenen Jahren habe sich die Digitalisierung auch in die Medizin eingeschlichen. Einer Auswertung zufolge hatten im Jahr 2018 weltweit über 4 Milliarden Menschen Zugang zum Internet, 80 % der Internetnutzer würden nach Gesundheitsinformationen suchen, allen voran das Thema Krebserkrankungen. Das Internet sei, so wird berichtet, eine der ersten und wichtigsten Informationsquellen für Patienten und würde, was mich verwundert, noch vor der Arztkonsultation liegen. Aus einer Studie wurde zitiert: Von 1.204 Männern mit der Erstdiagnose Prostatakarzinom suchten 68 % der Patienten zunächst im Internet nach Informationen zur Erkrankung. Das Nachschlagen von leitliniengerechten Empfehlungen zu Staging, Therapie und Nachsorge dürfte dabei eine große Rolle für den Patienten spielen. Ganz sicher muß man meiner Meinung nach künftig auch noch eine stetig wachsende Zahl an Usern der verschiedenen sozialen Medien berücksichtigen. Aus meinen Beobachtungen in der Selbsthilfegruppe schließe ich, dass allein der Prozentsatz an Internetnutzern weitaus höher liegen dürfte als die veröffentlichten 80 Prozent. Ob das unseren Urologen den Arztalltag erleichtern oder erschweren wird oder es sogar schon tut, dürfte eine wichtige Frage für ein vertrauensvolles Arzt-Patientengespräch sein. Nicht vernachlässigen sollte man in diesem Zusammenhang die Werbewirksamkeit, die eine Digitalisierung für die Arztpraxis auch mit sich bringen kann. WDF

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