Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

p 53

11.8.2009

Funktion:
p53 ist „Wächter und Richter“, erkennt Zustand der Zelle, veranlasst ein Anhalten des Zellzyklus und entweder DNA-Reparatur oder Zelltod durch Apoptose

Problem:

Bei Mutationen des p53-Gens erleeidet es einen Funktionsverlust, Folge ist ungehindertes Wachstum bei ca 50% aller Tumoren:
Beispiel:
p53-Mutationen durch Nikotin

Die Rolle, die mutiertes p53 hinsichtlich der Genese und Progression von Prostatakarzinomen spielt, ist noch weitestgehend unbekannt. Jedoch scheint die Mehrzahl der Autoren von bisherigen Veröffentlichungen wissenschaftlicher Ergebnisse der Meinung zu sein, daß das Auftreten von p53-Mutationen im Progressionsprozeß des Prostatakarzinoms ein eher spätes Ereignis sei. Grundlage dieser Hypothese ist die Beobachtung, daß p53- Mutationen vor allem in fortgeschrittenen Tumorstadien und in undifferenzierten Tumoren zu finden sind.

Man kann sagen, daß p53 ein geeigneter Parameter zu sein scheint, um eine individuelle Prognose eines am Prostatakarzinoms erkrankten Patienten stellen zu können. Wichtig ist eine solche Vorhersage insbesondere bei der Wahl einer geeigneten Therapie. Da jedoch auch Patienten am Prostatakarzinom versterben, dessen Tumorzellen keine p53-Imunreaktivität zeigten, muß man davon ausgehen, daß noch andere Faktoren involviert sein müssen, die den individuellen Krankheitsverlauf bestimmen können. Solcher Parameter scheinen möglicherweise p21 und das bcl-2-Onkogen zu sein.

Als Prognoseparameter beim Prostatakarzinom ist der solitäre Nachweis von p53 nur eingeschränkt einsetzbar, da weitere Faktoren den individuellen Krankheitsverlauf beeinflussen.

letzte Aktualisierung im August 2009


Schlagwörter:

Autoantikörper, Tumormarker, p 53, p53

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