Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

HGPIN

10.5.2011

HGPIN gilt als der wichtigste Vorläufer des klinisch relevanten Prostatakarzinoms. HGPIN ist ein Indikator für das Vorliegen eines PCa. In vielen Fällen werden in den nachfolgenden Biopsien zweifelsfreie Karzinome gefunden.

Mai 2005

Ergänzung:
Nach Meinung von Prof. Bonkhoff sei durch das Vorhandensein von HGPIN Prostatakrebs rund 10 Jahre vor der Bildung des eigentlichen Prostatakarzinoms erkennbar. Deshalb sei es angebracht, Biopsien auf das Vorhandernsein von HGPIN zu überprüfen.
Im übrigen rät Prof. Bonkhoff, die Diagnose HGPIN prinzipiell immunhistochemisch mit Basalzellmarker und AMACR (P504-s) abzusichern.

Ergänzung:
Der PSA-Wert wird durch die PIN-Läsion allein nicht signifikant erhöht. Die Biopsie bleibt die einzige Methode, diese prämalignen Prostataveränderungen zu diagnostizieren. Die klinische Relevanz der HGPIN-Läsionen liegt in ihrer großen Bedeutung als Indikator für das Vorliegen eines PCA. Die Diagnose HGPIN in einer sonst tumorfreien Stanzbiopsie muß (insbesondere bei Patienten mit einer Lebenserwartung von mehr als 10 Jahren) weiter bioptisch abgeklärt werden. In 35 - 100% der später nachfolgenden Biopsien werden invasive PCA gefunden. Weder das Alter des Patienten noch der PSA-Wert haben eine derart hohe prädiktive Aussagekraft für das Vorliegen eines PCA wie die HGPIN-Läsion. Die HGPIN-Läsion hat nur eine diagnostische, aber keine therapeutische Bedeutung.

Aktualisierung im Dezember 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergänzung 2016

Bei Patienten mit der Diagnose HGPIN besteht ein erhöhtes Risiko, dass ein bereits vorhandenes (okkultes) Prostatakarzinom in der Erstbiopsie nicht erfasst wurde, wenn die folgenden Kriterien zutreffen:

 

 

Die Diagnose HGPIN erfolgte in einer nicht repräsentativen Stanzbiopsien.

 

Multifokale und ausgedehnte HGPIN

 

Es besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem Stanzbefund und der Höhe des PSA-Wertes. Finden sich in den Stanzbiopsien neben HGPIN andere Prostataerkrankungen, die die Höhe des PSA- Wertes hinreichend erklären können (z. B. Prostatitis), ist die Notwendigkeit und Dringlichkeit einer Rebiopsie nach der Diagnose HGPIN anders zubewerten, als in den Biopsien, die keine PSA- relevante Veränderungen aufweisen.

 

Höhe und Anstiegsgeschwindigkeit des PSA- Wertes

 

Bei Patienten mit derartigen Risikofaktoren hat die kurzfristige Rebiopsie Priorität

09.02.2016 WDF

 

 

 


 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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