Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Vitaminpräparate und Prostatakrebs

30.6.2010

zu "Mittelchen", wie wir in unserer Selbsthilfe-Gruppe die Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungen schon mal nennen, nachstehend ein Zitat aus einem Beitrag zum Thema Dominik + Dr. Rath:

Zitatbeginn: +++Massive Kritik an Raths Vitaminmischungen äußerte Christian Steffen vom Bundesinstitut für Arzneimittel in Report Mainz. So enthalte etwa Epican Forte ganz normale Nahrungsbestandteile: "Wenn ich mir das ansehe, können sie diese Wirkstoffe alle mit einem Frühstück, bestehend aus einem Ei, einer Apfelsine und zwei Tassen Tee, zu sich nehmen."+++ Zitatende Ich glaube, dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Wolfhard

März 2005

Ergänzung
Ein Betroffener schrieb zum gleichen Thema in einem anderen Forum wie folgt

Die privat zu bezahlenden Therapiekosten von MCP (Anmerkung: Modifiziertes Citrus-Pektin; in einigen Fällen wird auch MAP das ist modifiziertes Apfelpektin verwendet) betragen 900.- € /Jahr. Wenn man dann zusätzlich noch etwas Granatapfelsaft, eine Auswahl exotischer Tees, intravenöses Vitamin C, Silimarin, ein paar Polyphenole, Mineralien und Vitamine oral dazu nimmt, dann kommt schon ein ganz netter Betrag zusammen. Ob und was davon letztendlich alles aus therapeutischer Sicht Sinn macht oder nur den Herstellern und Händlern dieser Produkte weiter hilft, ist die Frage, die nicht nur mich umtreibt.

Meine Meinung:
Wer ungeprüfte Heilmittel ausprobiert, riskiert nur sein Geld. Aber wenn Krebspatienten medizinische Therapien absetzen oder mit anderen Verfahren mischen, können sie ihre einzige Chance verspielen, die Krankheit zu besiegen. Auch harmlos scheinende Vitamine und Kräuter können Krebsmittel beeinflussen oder auf Hormone wirken, die am Tumorwachstum beteiligt sind.

Etwa sieben Prozent der amerikanischen Krebspatienten versuchen zunächst alternative Ansätze. Manche reisen nach Mexiko oder auf die Bahamas für Therapieverfahren, die in den USA nicht erlaubt sind. Da manche Tumore langsam wachsen (wie zum Beispiel das Prostatakarzinom), können Patienten zeitweilig glauben, dass ein Kräutermittel oder eine Spezialdiät die Erkrankung eindämmt.

Nach einigen Monaten oder ein, zwei jahre später merken sie dann, dass das nicht klappt. Aber bei Krebs hat man nur eine Chance. Das Krankenhaus, auch ein gutes Prostatakrebszentrum, kann nicht mehr helfen.
(WDF)

letzte Aktualisierung im Juni 2010

 

Soweit keine Quelle angegeben ist, sind die Texte auszugsweise zusammengestellt von verschiedenen Internetquellen, dem BPS-Magazin und BPS-Forum (Mitteilungsorgan des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.), Werbeschriften und Dokumentationen von einschlägigen Unternehmen und Institutionen, eigenen Aufzeichnungen anläßlich von Besuchen auf urologischen Kongressen und Symposien, Seminaren und Auszüge von Referentenvorträgen vor unserer Selbsthilfegruppe in Bielefeld und anschließend weitgehend laienverständlich aufbereitet, soweit ich dazu als medizinischer Laie in der Lage bin.



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