Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Tumormarker 2

10.4.2011

Abhängig von der Differenzierung bzw. vom Malignitätsgrad eines Karzinoms behalten die Karzinomzellen Eigenschaften des Ursprungsgewebes. Immunhistologisch kann der Pathologe dabei in den Tumorzellen auch bestimmte Proteine nachweisen, die spezifisch in einzelnen Organen gebildet werden und an Hand deren Nachweises sich ein Karzinom einem bestimmten Organ zuordnen lässt. Hierzu gehören bestimmte Hormone wie z.B. Parathormon als Marker für die Nebenschilddrüse oder Thyreoglobulin als Marker für die Schilddrüse. Andere Proteine erlauben eine Eingrenzung auf wenige Organe, wie zum Beispiel der thyreoidale Transkriptionsfaktor-1 (TTF-1), der auf ein Karzinom der Schilddrüse oder Lunge hinweist.

Es gibt darüber hinaus eine Reihe von Antikörpern, die helfen, schwierige differenzialdiagnostische Probleme zu lösen, z.B.

• PSA, PSAP, Androgenrezeptor, p504s: als histogenetische Marker des Prostatakarzinoms.

• AFP, ß-HCG, PLAP, h-PL: als Marker für Keimzelltumoren der Hoden und des Ovars.

• Ca19-9, CDX2: Karzinome des Gastrointestinaltraktes

• CEA: in Kombination mit bestimmten Zytokeratinen u.a. für Kolonkarzinome

• NSE, CD56, CgA, Synaptophysin: für neuroendokrine Karzinome

• HMB-45, Melan A, S100: für maligne Melanome.

August 2005



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