Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Prostatodynie

01.11.2010

Prostatodynie nennt der Arzt auch "Prostataschmerz".

Dieses, auch als vegetatives Urogenitalsyndrom bezeichnete Krankheitsbild, ist eine spezielle Form der chronischen Prostatitis. Dammschmerzen können u.a. unangenehme Anzeichen und Begleiter sein.

Bei vielen Männern mit Prostatitis-Beschwerden lassen sich mit den herkömmlichen Untersuchungsmethoden keine bakteriellen Erreger oder Entzündungsmerkmale feststellen. Der Arzt geht in diesen Fällen vom Symptom der Prostatodynie aus.

Die Ursachen dieser Beschwerden können sein, z.B. nervliche Probleme, die sich auf die verschiedenen Muskeln der Blase und des Beckenbodens auswirken, auch kommen Verhärtungen, Verkalkungen am Blasenhals, Einrisse am After (Analfissuren) und Tumore in Frage.

Zur Behandlung des Leidens muß erst der Störungsauslöser lokalisiert werden.

Hier fällt dann oft auch der Begriff: Beckenbodenmyalgie. Bei dieser Form der chronischen abakteriellen Prostataentzündung gehen neuere Theorien davon aus, dass sie – zumindest teilweise – durch Muskelverspannungen im Beckenbereich entsteht oder durch ein Schmerzsyndrom in der Nähe der Wirbelsäule. Dazu passt, dass sich kein krankhafter Befund an der Prostata ausmachen lässt. Auch psychische Veränderungen spielen bei diesem Krankheitsbild eine Rolle – ob sie aber die Ursache der oft sehr belastenden Beschwerden sind oder nicht vielmehr die Folge, lässt sich derzeit nicht eindeutig klären. Stress scheint immerhin zur Ausprägung einer Beckenbodenmyalgie beizutragen.

Die Behandlung ist insgesamt langwierig, immer in der Hoffnung, dass irgendwann eine der Therapiemöglichkeiten die erhoffte Linderung der Beschwerden bringt. Arzt und Patient brauchen also ausreichend Geduld, da gesicherte Erkenntnisse und einheitliche Behandlungsstandards fehlen.

Die Beckenschmerzen können möglicherweise durch entzündungshemmende NSAR oder ein Medikament zur Entspannung der Muskeln gelindert werden oder durch Wärme z.B. heiße Sitzbäder, eventuell mit Moorzusatz oder durch verschiedene Homöopathika.

Februar 2008
letzte Aktualisierung November 2010


Schlagwörter:

Beckenbodenmyalgie

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