Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Prostatakrebs und mein Lebenswandel

18.8.2005

Ja wer hätte das gedacht: Mein Lebenswandel, er ist womöglich der Auslöser für meinen ungebetenen Untermieter, für den Prostatakrebs.

Im Internet war jetzt ganz aktuell zu lesen:
Ein gesunder Lebenswandel könnte Prostatakrebs bremsen. Gesunde Ernährung und Sport können vielleicht dazu beitragen, das Voranschreiten von Prostatakrebs zu bremsen. Diesen vorsichtigen Schluss ziehen amerikanische Mediziner nach einer Pilotstudie mit 93 Männern. Ein Jahr nach einer gründlichen Umstellung der Lebensweise war der Spiegel des prostataspezifischen Antigens (PSA) bei den Patienten leicht gesunken.

Die Forscher um Dean Ornish und Peter Carroll von der University of California, San Francisco, verfolgten den Werdegang von Patienten, bei denen Prostatakrebs in einem frühen Stadium festgestellt worden war. Alle Männer hatten sich gegen eine konventionelle Therapie entschieden.

Eine Hälfte der Patienten wurde zu einer veganen Ernährung angehalten, bestehend überwiegend aus Früchten, Gemüse und Vollkornprodukten. Zudem sollten diese Männer regelmäßig Ausdauersport treiben und Yoga absolvieren. Wöchentliche Beratungs- und Kontrolltermine vervollständigten das Programm. Nach einem Jahr war der PSA-Spiegel in dieser Gruppe um durchschnittlich 4 Prozent gefallen, berichten die Mediziner im "Journal of Urology". In der Kontrollgruppe war er dagegen um 6 Prozent gestiegen.

Das Serum der Teilnehmer mit veränderter Lebensweise reduzierte das Wachstum von Krebszellen in Zellkultur um 70 Prozent, verglichen mit 9 Prozent in der Kontrollgruppe. "Unsere Befunde deuten darauf hin, dass auch Prostatakrebs-Patienten, die sich einer konventionellen Behandlung unterziehen, von der Umstellung ihres Lebenswandels profitieren könnten", erläutert Ornish. Der Effekt müsse nun eingehender und über längere Zeit studiert werden.

Forschung: Dean Ornish und Peter R. Carroll, Department of Urology, University of California, San Francisco; und andere

Veröffentlicht in Journal of Urology, 174(3), September 2005, pp 1065-70

WWW:
Urology, UCSF
Prostatakrebs
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Mein Fazit:
Also Männer: Ab sofort keine Frauen, kein Alkohohl, Aus für die gerade wieder mal in höchsten politischen Kreisen gesellschaftsfähig gewordene Currywurst und Fußball wird jetzt wieder selbst gekickt anstelle der Marathonsitzungen an der Glotze.

Mann, ob ich darüber doch noch mal nachdenken muß? Aber da war doch was. Rotwein oder besser irgendein Bestandteil im Rotwein, hieß das nicht Resveratol oder so ähnlich, bekämpft doch auch den Prostatakrebs. Aber wie bringe ich das jetzt meiner Frau bei? Rotwein ja und Frau ....?

August 2005

Ergänzung Oktober 2014

Tatsache ist, die meisten Menschen bewegen sich zu wenig. In einer Studie schätzt Frau Dr. Pinto Pereira den Anteil in England auf 19 Prozent bei den Männern und 26 Prozent bei den Frauen. Das dürfte bei uns in Deutschland ähnlich sein, wenngleich „Deutschland bewegt sich“! uns tatsächlich "bewegt". Und mehr Bewegung könnten nicht nur das seelische Gesundheit fördern, sondern auch die Fitness verbessern, meint Pereira, Weniger Diabetes, weniger kardiovaskuläre Probleme, weniger Depressionen und und und kann man aus der Studie lesen. Sie ist nicht die erste Forscherin, die hier einen Zusammenhang vermutet. Bekanntlich haben schon die alten Römer gehofft, dass sich in einem gesunden Körper ein gesunder Geist befinde („mens sana in corpore sano“).

Und ich bleibe dennoch dabei, bei dem geflügelten Wort, welches man Churchil zuschreibt: No sports!
Quelle: Aerztezeitung, aufbereitet für PSA-SHG in Bielefeld im Oktober 2014/WDF

 

 

Soweit keine Quelle angegeben ist, sind die Texte auszugsweise zusammengestellt von verschiedenen Internetquellen, dem BPS-Magazin und BPS-Forum (Mitteilungsorgan des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.), Werbeschriften und Dokumentationen von einschlägigen Unternehmen und Institutionen, eigenen Aufzeichnungen anläßlich von Besuchen auf urologischen Kongressen und Symposien, Seminaren und Auszüge von Referentenvorträgen vor unserer Selbsthilfegruppe in Bielefeld und anschließend weitgehend laienverständlich aufbereitet, soweit ich dazu als medizinischer Laie in der Lage bin.



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