Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Prostatakrebs und Chemotherapie Einflußfaktoren

28.8.2009

Wenn die Hormontherapie nicht mehr wirkt ist die Chemotherapie das letzte effektive Mittel, das Tumorwachstum aufzuhalten (beim Prostatakarzinom). Ziel der Chemotherapie ist es, das Prostatakarzinomwachstum durch wiederholte Gaben zu beeinflussen.

Zwei Faktoren können die Chemotherapie-Gabe beeinflussen:

1. das Medikament wirkt nicht mehr
2. der Patient verkraftet die Chemotherapie nicht mehr.

Kann die Chemotherapie nicht fortgesetzt werden, ist es wichtig durch z.B. eine Schmerztherapie die Lebensqualität auf hohem oder akzeptablem Niveau zu halten.

ERGÄNZUNG:
Ein urologischer Experte zu diesem Thema:

Es ist oft so, dass dem Patienten und den Angehörigen nicht erzählt wird, was genau es heisst, wenn der Tumor metastasiert ist und nicht mehr auf die Hormontherapie anspricht. Leider ist es so, dass die Chemotherapie beim Prostatakrebs nicht allzu erfolgreich ist. Die Ansprechraten liegen bei ca. 30%. Bei 70% der Patienten bringt es einfach nichts. Deswegen beträgt die mittlere Lebenserwartung nach dem Beginn einer Chemotherapie beim metastasiertem hormonrefraktären Prostatakrebs nur ca. 19 Monate.
Klar kann es auch länger dauern, es kann aber auch kürzer dauern. Wie gesagt, dass ist die mittlere Überlebenszeit. Mit anderen Worten: Für jeden Patienten, der vielleicht 24 Monate gelebt hat, gibt es auch einen der nun 14 Monate gelebt hat. Sonst kommt man nicht auf die 18 Monaten als Mittelwert.

Ein prognostisch schlechter Faktor ist in der Regel, wenn Wirbelkörpermetastasen früh entstehen. Das spricht dann dafür, dass die Tumorerkrankung aggressiv wächst.

Weitere Infos
siehe Chemotherapie und/oder Chemosensibilitätstest und/oder Zytostatika

letzte Aktualisierung im August 2009

 

Soweit keine Quelle angegeben ist, sind die Texte auszugsweise zusammengestellt von verschiedenen Internetquellen, dem BPS-Magazin und BPS-Forum (Mitteilungsorgan des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.), Werbeschriften und Dokumentationen von einschlägigen Unternehmen und Institutionen, eigenen Aufzeichnungen anläßlich von Besuchen auf urologischen Kongressen und Symposien, Seminaren und Auszüge von Referentenvorträgen vor unserer Selbsthilfegruppe in Bielefeld und anschließend weitgehend laienverständlich aufbereitet, soweit ich dazu als medizinischer Laie in der Lage bin.



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