Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Mittelchen

24.11.2009

Im BPS-Forum schrieb am 22.11.2005 Theo:

Hallo Mitstreiter

in den letzen zwei Wochen habe ich intensiv jeden Tag alternativ folgende Mittelchen zu mir genommen :-)

Morgens und Abends jeweils 120 mg Sitosterol

Vormittags Mittags und Nachmittags jeweils 400mg Turmerik

Zum Mittagessen und zum Abendessen jeweils 600 mg Granatapfel mit 40%iger Ellagsäure

Mein Tumormarker(PSA) ist um fast 50% gefallen..

Sicher hat auch Gott -- dem ich sehr danke-- seine Möglichkeiten mit im Spiel...

Aber ich denke, dass sich ein Versuch lohnt..

November 2005

Ergänzung:
In einem anderen Forum schrieb ein Betroffener

Die privat zu bezahlenden Therapiekosten von MCP betragen 900.- € /Jahr. Wenn man dann zusätzlich noch etwas Granatapfelsaft, eine Auswahl exotischer Tees, intravenöses Vitamin C, Silimarin, ein paar Polyphenole, Mineralien und Vitamine oral dazu nimmt, dann kommt schon ein ganz netter Betrag zusammen. Ob und was davon letztendlich alles aus therapeutischer Sicht Sinn macht oder nur den Herstellern und Händlern dieser Produkte weiter hilft, ist die Frage, die nicht nur mich umtreibt.

aus einem Interview der WamS:

Frage WamS: Wenn ein Patient etwas ausprobieren will, von dem der Arzt weiß, dass es Scharlatanerie ist, soll er dann dem Patienten diese Hoffnung sofort nehmen?

Anwort von Prof. Sawicki, IQWIG, Köln: Das hängt davon ab, ob die Sache schädlich ist. Wenn ein Patient sagt, es helfe ihm, an allen ungeraden Tagen um Mitternacht eine Priese zerriebener, bei Vollmond gepflückter Rosenblätter einzunehmen, dann würde ein guter Arzt sagen: Ich halte das für unwahrscheinlich, aber ich freue mich, dass es Ihnen besser geht. Und er würde es dem Patienten nicht verbieten.

Doch wenn der Patient auf eine gefährliche Operation setzt, die der Fachmann als Humbug erkennt, dann muss man als Arzt natürlich davon abraten.

Ebenso muss vor Medikamenten gewarnt werden, die keinen Nutzen haben. Denn jedes Medikament hat einen potenziellen Schaden. Der kann nur dann akzeptiert werden, wenn er auf der anderen Seite durch einen Nutzen aufgewogen wird. Außerdem kann das Unwirksame dem Patienten auch dadurch schaden, dass man eine wirksame Therapie unterlässt.

letzte Aktualisierung im November 2009 und 2014

 



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