Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Kreatin und Kreatinin

09.4.2007

Je mehr Kreatin vorhanden ist, desto länger kann der Muskel auf hohem Niveau Leistung erbringen, ohne dass Übersäuerung und Leistungsabfall entstehen. Wer sich Kreatin in hoher Dosis zuführt, erhöht so die Energiedepots seiner Muskeln.

Über mögliche Spätschäden eines lange andauernden hohen Konsums von Kreatins gibt es keine validen Daten. Das französische Gesundheitsministerium hat einer Meldung des Deutschen Sportbunds zufolge den kommerziellen Handel mit Kreatin verboten. Als Begründung wurde ein nicht auszuschließendes Krebsrisiko angeführt

Kreatinin ist die Ausscheidungsform von Kreatin, das sich als Energiereserve im Muskel befindet. Kreatinin wird über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Da es als Stoffwechselprodukt fast vollständig filtriert wird, wird es zur Überprüfung der Nierenfunktion verwendet

Speziell bei Verdacht auf akute und chronische Nierenerkrankungen sowie Nierenschädigungen durch andere Krankheiten z.B. einen Tumor wird Kreatinin bestimmt.
Jedoch aufgepasst: Es gibt einen Kreatininblinden Bereich und das sind die ersten 50% der Nierenstörung. Erst wenn die Nierenstörung über 50% liegt, ist der Kreatininwert aussagekräftig.

Bei Verdacht auf Nierenfunktiosstörungen sollte daher zusätzlich die Bestimmung von Cystatin sowie einer Kreatinin-Clearance durchgeführt werden.

Normbereich Mann < 1,20 mg/dl,

letzte Aktualisierung im April 2007

Ergänzung 2017

Bei PET-CT Untersuchung mit GA68 wird der Kreatininwert abgefragt; ebenso TSH-basal. Die Daten/Werte sollten  nicht älter als 3-4 Wochen sein.

Eine normale Kreatininkonzentration im Serum schließt eine eingeschränkte Nierenfunktion nicht aus (erst bei einer Einschränkung der glomerulären Filtrationsleistung auf < 50 % ist ein Anstieg der Serumkreatininkonzentration zu erwarten)

Bei grenzwertig erhöhtem Kreatinin ist zur genaueren Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate die Kreatinin-Clearance zu empfehlen.

Falsch hohe Werte können auch bedingt sein unter anderen durch Ascorbinsäure,   Acetylsalicylsäure   und verschiedene Antibiotika (Arzt danach fragen!)

03.07.2017 WDF

 

 




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