Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Postoperatives Staging

16.2.2011

Das ist nach Prof. Bonkhoff die Aufarbeitung des (herausoperierten) Prostatektomiepräparates durch den Pathologen; liefert die wichtigsten Parameter für das weitere therapeutische Vorgehen und für die Prognose überhaupt. Das Problem dabei ist der sogenannte Sampling error (der biologisch relevante Tumorherd wird fehlerhaft aufgearbeitet.) Warum? OP-Präparat Beurteilung ist sehr arbeitsintensiv/aufwendig und sehr leicht fehlerhaft, wenn keine optimale sondern lediglich partielle (teilweise) Aufarbeitung erfolgt. Verfälschte Ergebnisse sind die Folge.

Ergänzung:1
Zu erwartende PSA-Werte nach einer RP
PSA-Werte, die drei oder mehr Wochen nach einer erfolgreichen RP gemessen werden, sollten Null oder wenigstens sehr nahe bei Null, und stabil sein. Ein Vorhandensein von PSA im Blut nach einer RP zeigt an, dass es nicht gelungen ist, den Tumor vollständig zu entfernen, und das Wiederauftreten von PSA zu einem späteren Zeitpunkt weist auf ein Tumorrezidiv hin. Ausnahmen hiervon sind Fälle, wo bei einseitiger oder beidseitiger Nerverhaltung oder laparoskopischen Eingriffen gutartiges Gewebe zurückgeblieben ist. Bei solchen Patienten ist häufiger noch PSA festzustellen, wenn auch in sehr geringer Konzentration.

Ergänzung 2: aktueller Fall hinsichtlich Unterschied zwischen der befundung VOR der Operation und dem Befund NACH der Operation:

Präoperative Befundung:
07/2006 Vorsorge-beim Hausarzt Verhärtung Prostata links
PSA 3,1 ng/ml
11/2006 PSA 3,6 ng/ml
12/2006 PSA 4,7 ng/ml
01/2007 Biopsie: 8 Stanzen: eine Positiv, Gleason Score 3+2=5
MRT: kleines Karzinom linker Prostatalappen keine Organüberschreitung keine vergr. Lymphknoten.
02/2007 RPE einseitig nervschonend mit Sentinel-Lymphadenektomie.

Postoperative Befundung:
pT3a, pN1(1/15), pMX, R1, G2b Gleason Score 4(50%)+3=7

zuletzt Aktualisiert im Februar 2011



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