Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Nerverhaltung

03.12.2009

wenn der Chirurg die hinter der Prostata verlaufenden Nerven bei der operation einseitig (unilateral) oder beidseitig (bilateral) erhalten kann; wichtig für sexuelle Funktionen.

Das sollte gewußt und beachtet werden:
Das Prostatakarzinom ist ein Tumor, der von den Epithelien der peripheren Drüsenanteile ausgeht. In 97% aller Prostatakarzinome handelt es sich um Adenokarzinome. Das gewöhnliche Prostatakarzinom findet sich fast ausschließlich in der Außenzone der Prostata und dringt erst sekundär in das Zentrum vor. Darüber hinaus kann es zu einer Infiltration der Prostatakapsel kommen. Zudem breiten sich die Karzinomverbände in den perivasalen Lymphspalten und in perineuralen Zonen aus. An den Nervendurchtrittstellen penetriert das Prostatakarzinom die Prostatakapsel. Von besonderer Bedeutung ist das Ausmaß der Tumorinfiltration des neurovaskulären Bündels bei der nerverhaltenden radikalen Prostatektomie. Bei T2 und T3-Tumoren ist bereits in 80% der Fälle die ipsilaterale Kapsel im Bereich des Gefäßnervenbündels infiltriert. Wird bereits stanzbioptisch eine perineurale Tumorausbreitung gefunden, ist bei operativer Therapie von einem Nerverhalt an diesem Seitenlappen abzuraten.

Dezember 2009


Schlagwörter:

NVB, Nerverhaltung

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