Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Proktitis

16.11.2011

Entzündung im Enddarm, häufig nach Bestrahlung

Betroffene berichten gelegentlich von begleitenden manchmal sogar heftigen Durchfällen.

Experten empfehlen für einen solchen Fall zunächst
- Flohsamenschalen; gibt es preiswert in 250 gr. Packungen
- Mucofalk (Medikament auch auf Basis Flohsamenschalen, jedoch teurer)
- Colifoam (kortisonhaltiger Schaum)
- Untersuchung bei einem Proktologen, um mittels Rektoskopie (Darmspiegelung/Untersuchung des Enddarms) die Durchfall-Ursache herauszufinden
- Behandlung mit hyperbarem Sauerstoff (HBO); d.h. in einer Druckkammer

Ergänzung:
Eine strahleninduzierte Proktitis geht i.d.R. etwa 6 bis 12 Monate nach Ende der Bestrahlung wieder von selbst weg. (Info von Fritz D. aus Loma Linda.)

siehe auch Bestrahlungs-Spätfolgen und hyperbare Sauerstoffmedizin

Ergänzung:
Der Strahlentherapeut im BPS Forum schrieb:

Erstmal die Ergebnisse einer Untersuchung des Enddarmes (der Rektosigmoidoskopie) abwarten. Je weniger Therapie notwendig desto besser. Ich würde sagen, dass ca. 70% meiner Patienten mit Strahlenproktitis und Blutabgang ohne weitere Behandlung innerhalb von Monaten wieder keine Beschwerden haben. Bei weiteren 20% reicht ein vorübergehende Medikamentengabe aus, damit das Problem komplett behoben wird. Nur die kleine Minderheit von 10% braucht eine dauerhalfte Medikamentenbehandlung oder eine Intervention.
letzte Aktualisierung im August 2008/November 2011



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