Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

SPECT

09.8.2008

grundsätzlich:
coputergestütztes Verfahren, um dreidimensinale Bilder von Organen herzustellen

Das sollten wir Patienten wissen:
Was genau ist SPECT?

Die Single Photon Emission Computed Tomography (SPECT) ist ein diagnostisches Verfahren zur Herstellung von Schnittbildern lebender Organismen. SPECT-Bilder zeigen die Verteilung eines Radiopharmakons im Körper. Sie eignen sich, je nach Art des Radiopharmakons, zur Beurteilung der Funktion verschiedener Organe. Basierend auf dem Prinzip der Szintigrafie, wird dem Patienten zu Beginn der Untersuchung ein Radiopharmakon (ein Radionuklid oder eine mit einem Radionuklid markierte Substanz) verabreicht, meist als Injektion in eine Armvene. Die verwendeten Radionuklide emittieren(senden) Gammastrahlung, die mit Gamma-Kameras detektiert (aufgenommen) wird. Eine oder mehrere solcher Kameras rotieren um den Körper. Aus der zeitlichen und räumlichen Verteilung der registrierten Zerfallsereignisse wird auf die Verteilung des Radiopharmakons im Körperinneren zurückgeschlossen und eine Serie von Schnittbildern mit einem Computer errechnet.

Im Gegensatz zu statischen SPECT-Untersuchungen, bei denen nur die Verteilung des Radiopharmakons zu einem Zeitpunkt bestimmt wird, gibt es auch sog. dynamische Untersuchungen, wobei man durch wiederholte Messungen im Abstand von Stunden oder Tagen zu einer Beurteilung der zeitlichen Änderung der Radioaktivitätsverteilung gelangt.

Häufige Anwendung findet SPECT im Rahmen der Kardiologie, wobei man die gemessenen Zerfälle in Relation mit dem Herzschlag (gemessen z.B. durch ein zusätzliches EKG) registriert. Letzteres Verfahren nennt man gated SPECT. Untersuchungsdauer beträgt üblicherweise 15 bis 20 Minuten.

Nuklearmedizinisches Prinzip

Im Gegensatz zur morphologischen Bildgebung (wie z.B. Röntgenaufnahmen oder CT), welche eine exakte Darstellung anatomischer Strukturen ermöglicht, erlauben die nuklearmedizinischen Untersuchungen in erster Linie Aussagen über funktionelle Abläufe im Körper. Hierbei können durch Verabreichung von Radioisotopen oder damit markierte biologische Stoffe die Transport-, Stoffwechsel- und Ausscheidungsvorgänge im Körper qualitativ und quantitativ erfasst werden. Die nuklearmedizinischen Untersuchungen werden üblicherweise mit einer Gammakamera durchgeführt. Eine Gammakamera besteht aus einem oder mehreren, meist zwei Detektoren (Empfängern), die an Rechner angeschlossen sind.

Anwendung

u.a. bei Indikation von primären aber auch - und das ist für uns interessant- auch von sekundärer Knochentumoren wie
Mamma-Ca
Prostata-Ca
Bronchial-Ca
Nierenzell-Ca
Schilddrüsen-Ca

August 2008


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