Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Zellzyklus

13.1.2006

Beim Menschen teilen sich Zellen, um abgestorbene Zellen ersetzen zu können. Hautzellen werden ständig abgestoßen und ersetzt, Leberzellen teilen sich praktisch nur noch, um Wunden zu schließen, und Nervenzellen teilen sich im erwachsenen Menschen überhaupt nicht mehr.

Wenn eine Zelle beim Teilvorgang/Wachstumsvorgang nicht mehr teilnimmt, ist der Weg zur Entstehung von Krebs bereitet.Die Erkenntnisse über den Zellzyklus sind vor allem deshalb wichtig, weil seine Kontrolle bei Krebszellen verloren gegangen ist. Sie teilen sich unkontrolliert und unbegrenzt

Der wichtigste Kontrollpunkt im Zellzyklus ist der Eintritt in die Synthese-Phase (S-Phase), in der das Erbgut der Zelle verdoppelt wird. Ist dieser Punkt einmal überwunden, teilt sich die Zelle – komme, was wolle.

Genau genommen bezeichnet man als Zellzyklus den regelmäßigen Wechsel zwischen der Interphase, der Phase, in der sich die Zellen in höchster Stoffwechselaktivität befinden, und der Zellteilung Mitose, bei der die Erbinformation durch ein vorgegebenes Teilungsmuster peinlich genau auf die beiden entstehenden Tochterzellen verteilt wird.

Interphase:
- G1-Phase: Dies ist eine Wachstumsphase der Zelle (G kommt von gab: Pause bezüglich der Verdoppelung von Erbmaterial)es findet keine Synthese von DNS statt
- die S-Phase: Hier findet die Verdoppelung der DNS statt
-G2-Phase: Wachstumsphase, keine Synthese von DNS
-G0-Phase: Differenziert eine Zelle zu einer Dauerzelle, so verläßt sie den Zellzyklus und teilt sich dann nicht mehr. Dieser Zustand wird als G0-Phase bezeichnet

Mitose Bei der Mitose wird die Erbinformation durch ein vorgegebenes Teilungsmuster peinlich genau auf die beiden entstehenden Tochterzellen verteilt. Aus einer Mutterzelle entstehen durch diese Teilung zwei identische Tochterzellen.
-M-Phase: So wird die Mitose gelegentlich auch bezeichnet

Der Zellzyklus wird durch verschiedene Protein-Faktoren reguliert. Die Regulation ist komplex, bei Fehlregulation kann Krebs entstehen. Ein bestimmtes Enzym (CdK) ist mit Cyclinen ein Hauptregulator und steuert den Fortschritt durch den Zyklus.

p53 ist ein Protein, was nach einem DNA-Defekt den Zyklus blockiert. Bei schweren DNA-Defekten führt diese Protein zum Zelltod (Aptose) Bei verletzten Zellen blockiert p53 den Fortschritt des Zyklus, um die DNA zu reparieren. P53-Mutationen sind die häufigsten Ursachen für Krebs

p27 ist ein Protein, das an Cyclin und CdK bindet und den Einstieg in die S-Phase verhindert. Es wird zur Krebsprognose bei Brustkrebs verwendet.

Januar 2006


Schlagwörter:

Aptose, Mitose, Zellzyklus, p27, p53

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