Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Hormonrefraktäres Prostatakarzinom 2

23.3.2010

***)

Oliver Sartor, MD, USA argumentiert: Das hormonrefraktäre Prostata-Karzinom ist ein Kontinuum (unsterbliche Zelle).
Wenn das stimmt, so folgert er, ist bereits zum Zeitpunkt der Diagnose eine Komponente (Tumorzellen) eines hormonrefraktären Prostata-Karzinoms vorhanden.

Therapiemöglichkeiten bestehen z.B. durch/mit Antiandrogenentzug, Antiandrogengabe, Unterdrückung von Nebennierenhormonen, Korticosteroide, Östrogene, Thalidomid, Strahlentherapie, Radioisotopentherapie, Bisphosphonate, Chemotherapeutika und experimentelle Therapien. Neuere Therapien sind z.B. Impfstoffe und Medikamente, die das Immunsystem stimulieren oder auch Endothelin-Antagonisten (Atrasentan), monoklonale Antikörper, Angiogenesehemmer und weitere neue chemotherapeutisch wirksame Medikamente.

***)Seit dem 2008.er AUO-Kongress sagt man nicht mehr hormonrefraktär, sondern hormonresistent. Die PC-Zellen lernen nämlich irgendwann ihr eigenes Testosteron zu bilden und werden deshalb gegenüber den gängigen Therapien unabhängig vom körpereigenen Testosteron.

Ergänzung:
Infos vom Oncologieforum Urologie 16. Januar 2010 in Wien:
Ein zentrales Thema beim hormonbehandelten oder kastrationsresistenten Prostatakarzinom ist die Androgenrezeptorexpression: . Im metastasierten Prostatakarzinom selbst seien wesentlich höhere Spiegel von Androgenrezeptoren und auch von steroidogenen Enzymen vorhanden als beim primären Prostatakarzinom oder in der Prostata. Die Tumorzelle sei in der Lage, sich sozusagen ihr Testosteron in der Metastase selbst zu produzieren. Neue Medikamente stellen Neue Therapieregime berücksichtigen diese Erkenntnisseb. Sowohl vor als auch nach Docetaxel bzw. nach Docetaxel und Ketoconazol waren signifikante PSA-Abfallraten unter Abiraterone nachweisbar. Als Marker für das Überleben wird ein PSA-Abfall von 30 Prozent als neuer Cut-off gewertet. letzte Aktualisierung März 2010



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