Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Prostatakrebs und HRPCA

16.1.2006

Wenn es nach primärer Androgendeprivation zu einer PSA-Progression (erneuter Anstieg) kommt, das kann durchschnittlich nach 18 bis 36 Monaten der Fall sein, muß das als Zeichen eines androgenunabhängigen, aber noch hormonsensitiven (hormonempfindlichen) Wachstums gewertet werden. Erst danach kommt es zur Entwicklung der kompletten Hormonunabhängigkeit.

HRPCa wird in Bezug auf die noch möglichen Therapien in drei Erkrankungsstadien eingeteilt:

(1) androgenabhängiges Stadium:
Das ist jede Form der medikamentösen oder chirurgischen Androgendeprivation, die einen PSA-Abfall bewirkt.

(2) androgenunabhängiges, hormonsensitives Stadium:
In diesem Stadium gibt es kein Ansprechen mehr auf primäre AD. Es bestht aber noch ein Ansprechen auf eine sekundäre Hormontherapie (steroidale Antiandrogene, Östrogene, Ketokonazol, Glukokortikosteroide)

(3) androgenunabhängiges und hormonrefraktäres Stadium:
Kennzeichen sind
•kein Ansprechen auf primäre oder sekundäre hormonelle Einwirkung
•3-maliger PSA-Anstieg im Abstand von 2 Wochen
•Testosteronserumspiegel befindet sich im Kastrationsbereich
•fortschreitendes Wachstum (Progression) von Weichteil- oder Knochenmetastasen
•Antiandrogenes Entzugssyndrom

Weitere Infos siehe :
Androgenunabhängiges Prostatakarzinom
in dieser Datenbank

Januar 2006



Zurück