Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Lektin

24.1.2006

Extrakte und Auszüge aus der Mistel (Viscum album) sollen das Immunsystem stärken und das Tumorwachstum bremsen. Als Hauptwirkstoff bei Mistelpräparaten gilt eine spezielle Eiweißverbindung, das Lektin. Es soll die Anzahl und Aktivität der natürlichen Killerzellen, die zum Abwehrsystem gehören, steigern. Außerdem soll es die Freisetzung von Interleukin-1 fördern, das bewirkt, dass der Körper vermehrt schmerzlindernde Hormone (Endorphine) freisetzt. Auch andere Wirkstoffe in der Mistel (z. B. Viscotoxine) sollen für die Wirkung maßgeblich sein.

Im Labor konnte inzwischen nachgewiesen werden, dass Wirkstoffe aus der Mistel Krebszellen abtöten oder am Wachstum hindern können. Der Wirksamkeitsnachweis beim Menschen ist jedoch noch nicht ausreichend erbracht. Berichtet wird oft, dass sich die Beschwerden, die mit einer Krebserkrankung einhergehen, bessern, z. B. nimmt der Appetit zu, oder Schmerzen lassen nach. Manche Krebskranke fühlen sich subjektiv wohler. Objektiv meßbare Ergebnisse gibt es jedoch nur wenige

Mistelpräparate werden bei fast allen Krebsarten als zusätzliche Medikamente angewandt, nicht als Ersatz für herkömmliche Therapien

Anwendung
Die Mittel werden unter die Haut gespritzt, meist 1-3 x wöchentlich.

Manchmal wird das Mittel direkt in den Tumor gespritzt oder in die Vene.

Es darf aber nicht in entzündete Hautstellen oder vorher bestrahlte Areale gespritzt werden.

Achtung
Mit Mistelpräparaten dürfen nicht behandelt werden, wer eine akute Entzündung im Körper hat oder auf die Inhaltsstoffe allergisch reagiert.


Schlagwörter:

Interleukin, Mistel

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