Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Immunstimulanzien

12.2.2006

Eine Immuntherapie zielt darauf ab, dass es einer Klasse von Substanzen – nämlich den Immunstimulanzien – gelingt, die Aktivierung des Immunsystems zu bewirken, sowie auch die »Marschrichtung« vorzugeben. Um diesen »Wirkungspfeil« einzurichten, macht man sich das Wissen zunutze, dass die Erkennung fremder in den Körper eingedrungener Stoffe oder auch entarteter Krebszellen auf einer sogenannten Antikörper-Antigenreaktion beruht. Jeder der Milliarden Antikörper des menschlichen Körpers besitzt eine einzigartige Spezifität. Diese sorgt dafür, dass jeder Antikörper nur ein einziges Antigen, meist ein Eiweißstoff, zu erkennen vermag. Auch Krebszellen tragen solche Antigene auf ihren Oberflächen, die sie von normalen Zellen unterscheiden. Tumorzellen haben meist Mechanismen entwickelt, dem Immunsystem zu entschlüpfen. Doch durch Gabe vieler solcher Antikörper kann man die Aufmerksamkeit des Immunsystems in diese Richtung schärfen und somit die gezielte Zerstörung einleiten. Wobei die Antikörper Antigene lediglich markieren nicht aber direkt zerstören können. Durch diese Markierung gelangen die Krebszellen ins Fadenkreuz der T-Zellen, aber auch der B-Zellen. Während die natürlichen Killerzellen alle markierten Ziele attackieren können, übernehmen die B-Zellen die Massenproduktion spezifischer Antikörper.


Schlagwörter:

Antikörper, Immuntherapie

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