Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Sorafenib

03.4.2006

Sorafenib gegen das Nierenzellkarzinom

Die amerikanische Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat den gemeinsam von Bayer und Onyx, USA, entwickelten Wirkstoff Sorafenib für die Therapie des fortgeschrittenen Nierenkarzinoms zugelassen. Das Medikament werde jetzt unter dem Handelsnamen Nexavar an die Apotheken ausgeliefert, hieß es. Der orale Multi-Kinase-Hemmer, der Serine/Threonin-Kinasen und Rezeptor-Tyrosin-Kinasen in den Tumorzellen und in den Tumorgefäßen angreift, sei die erste neue Behandlungsoption für diese Krebsart seit über zehn Jahren. Bayer hat auch bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA einen Zulassungsantrag gestellt. Mit dem zentralisierten Verfahren kann ein Medikament in allen EU-Ländern die Zulassung erhalten. Wenn die Behörde den Antrag positiv bewertet, könnte Nexavar bis Ende 2006 auch in der EU auf den Markt kommen.Die Schweizer Gesundheitsbehörde Swissmedic hat das Medikament zwischenzeitlich schon zugelassen.

Nexavar®, das schon seit Dezember 2005 in den USA auf dem Markt ist, hat gezeigt, dass es bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkarzinom die progressionsfreie Überlebenszeit etwa verdoppelt.

Es gibt erste Anfragen in Foren bzgl. der Anwendung und Wirksamkeit bei fortgeschrittenem Prostatakrebs. Leider sind darüber weder Studiendaten noch andere Informationen erhältlich.

April 2006

Meinung eines Urologen: Bei Prostatakrebs haben die … "-nibe", also die Tyrosinkinasehemmer und Variationen wie Sorafenib und andere keine
besonders guten Ergebnisse erzielt.

05_01_2014
WDF

 


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Nexavar

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