Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Prostatakrebs und Hormonentzug

06.4.2006

Die nachfolgenden Zeilen wurden uns freundlicherweise von reinhardo, einem recht aktiven Forumschreiber zur Verfügung gestellt.

B. Tribukait ist ein am Karolinska Institut, Department of Medical Radiobiology, Stockholm, tätiger Forscher, der auf der Grundlage der DNA-Bildzytometrie das Verhalten von Prostatakrebs unter Hormonentzug untersucht hat. Er kommt zu dem Ergebnis, dass Patienten, deren Tumor eine peridiploide DNA-Struktur aufweist, durch Hormontherapie keinen Überlebensvorteil gewinnen, andererseits aber Patienten, deren Tumor eine tetradiploide oder multiploide DNA-Struktur aufweist, aufgrund des Androgen-Entzugs mit einer Wachstumsbeschleunigung zu rechnen haben. In der therapeutischen Konsequenz bedeutet das, dass im ersteren Fall die Hormontherapie eine Übertherapie sein könnte, im letzteren Fall der Hormonentzug sogar eine Wachstumsbeschleunigung des Krebses auslösen würde.

April 2006

siehe auch:
- Cytopathologie oder
- DNA-Zytometrie

April 2006



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