Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Mukositis

26.6.2006

Mukositis ist eine schwere und oft eine dosislimitierende Nebenwirkung sowohl bei Chemo- als auch bei der Strahlentherapie. Mukositis entsteht durch direkte zytotoxische Wirkung auf die basalen Epithelzellen und die daraus entstehende gestörte Regeneration. Nicht selten ist das kurative Ziel einer behandlung gefährdet, weil wegen Mukositis die Therapie unterbrochen oder gar abgebrochen werden muß.

Welche Beschwerden?
Schmerzen in der Mundhöhle
Schwierigkeiten zumeist sogar Unmöglichkeit zu schlucken und zu sprechen.
Infektneigung wegen des Zusammenbruchs der Schutzfunktion der Schleimhaut
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
Magenbluten.

Gibt es vorbeugende Therapien?

Zunächst einmal: Dosisreduktion oder die Verkürzung der Chemotherapiezyklen sind kein Ausweg, weil das die Krebstherapie gefährdet.

Es gibt eigentlich nur etwas zur Linderung der Symptome, die die M. jedoch nicht verhindern.

Basismundpflege ist zwingend erforderlich hilft jedoch nicht gegen M.
Eine ausreichende Schmerztherapie beginnend mit topischen Analgetika.
Die Autorinen eines Fachbeitrages in "Onkologie 11/2004"empfehlen Ranitidin und Omeprazol zur Prophylaxe unter Chemotherapie und Octreotide bei versagen von Loperamid.
Neuere Substanzen wurden von dem Autorinnenteam aufgrund der ungenügenden datenlage noch nicht berücksichtigt.

Seit Dezember 2005 gibt es Palifermin - Handelsname Kepivance. Unter diesem Medikament betrug die mittlere Mukositisdauer etwa 6 Tage, sonst bis 14 tage. Aber auch dieses Medikament hat Nebenwirkungen wie Hautausschläge, Fieber, Geschmachsirritationen, Mund- und Rachenanschwellung. Langfristdaten liegen nicht vor.
(WDF) Juni 2006


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