Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Lymphadenektomie und Prognose

08.3.2009

Einer Studie von Messing et al. zufolge verbessert eine sofortige adjuvante hormonablative Therapie die Überlebenschance.

Demgegenüber steht eine andere Beobachtung, nämlich dass Patienten mit nur einem positiven Lymphknoten, die nicht oder erst bei symptomatischen Metastasen adjuvant behandelt wurden, sehr gute Überlebenschancen haben und mehr als zehn Jahre rezidivfrei überleben können

Patienten mit minimaler Metastasierung profitieren offenbar von einer sorgfältigen Lymphadenektomie, und für sie besteht eine große Wahrscheinlichkeit auch ohne eine adjuvante Therapie langfristig rezidivfrei zu überleben.

Auszüge aus dem Ärzteblatt-Archiv

Juli 2006

neuere Informationen siehe unter

Lymphadenektomie und Überlebenschance

letzte Aktualisierung im März 2009

Ergänzung 2015:

Die Leitlinie 2011 sagt: Der kurative Stellenwert der Lymphadenektomie oder der Bestraklung der pelvinen Lymphabflusswege beim lymphknotenpositiven Prostatakarzinom ist nicht geklärt.

In einer Studie von Abdollah, Briganti et al wurden 315 lymphknotenpositive Patienten über 5 Jahre untersucht. N ach 10 Jahren war die tumorspezifische Überlebensrate deutlich besser, je mehr Lymphknoten entfernt worden waren.

Alle untersuchten Patienten erhileten eine lebenslange adjuvante Hormontherapie

Die Risikofaktoren in der Studie:

-die Anzahl der positiven Lymphknoten

-der Gleason-Score

-die Indikation zur adjuvanten Bestrahlung

-vor allem aber die Anzahl der entfernten Lymphknoten.

Fazit der Studie:

Hat ein Patient die ersten 5 Jahre nach der Operation tumorfrei überlebt, ist er mit einer Wahrscheinlichkeit von 81 Prozent auch nac h 10 Jahren tumorfrei.

von den 39 Patienten die nur einen positiven Lymphknoten hatten hatten 18 Prozentg kein PSA Rezidiv, 54 Prozent eine klinische Progression

Quelle: uro-update 2015

April 2015 WDF

 



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