Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Curcuma

07.12.2007

In den letzten Jahren ist Curcumin, ein Bestandteil des Gelbwurz, in amerikanischen Labors besonders auf seine Wirkungen in der Krebstherapie untersucht worden. Die Forschungsergebnisse waren äußerst viel versprechend. Curcuma, als Gewürz (im Curry; Bestandteil der Ayurveda-Medizin) im Handel, wirkt regulierend in den Stoffwechsel der Mitochondrien ("Atmungskette") ein und eignet sich dadurch besonders gut als Nahrungsergänzung. Allerdings müssen deutlich höhere Dosen als beim Würzen üblich eingenommen werden.

In neueren Informationen aus einschlägigen Foren und Gesprächen mit Fachleuten verdichtet sich bei mir der Eindruck, Curcuma entfaltet seine erhoffte Wirkung erst bei ähnlichen Einnahme-Mengen, wie sie bei MCP oder MAP üblich sind: So etwa 3x 3 gr max. und ggf. mehr. Was dazu die Galle sagt, weiß ich nicht, möchte aber vorsorglich warnen: Wer solche Mengen zeitweise oder gar noch länger zu sich nimmt (auch wenn in Tomatensaft und Öl angerührt und mit Pfeffer gewürzt) sollte mit seinem Arzt die Verträglichkeit besprochen haben!

Prof. Bonkhoff, Berlin, äußert sich in einem seiner neueren Papiere, veröffentlicht auf den BPS-Seiten im August 2007, wie folgt:
Zuden wichtigsten Antioxydatien, die in der Prävention des Prostatakrebses aktiv sind, gehören SELEN, VITAMIN E + D; Lycopene (Tomaten); Granatapfelsaft, Grüner Tee und Curcumin (Gelbwurz).

Dezember 2007

Ergänzung 2014:

 

Ein Forscherteam der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität untersucht die Wirksamkeit von Curcumin zur Prävention von Prostatakarzinom-Metastasen. Die Forscher um Frau Dr. Bachmeier stufen Curcumin aufgrund von Beobachtungen in Mausstudien nicht nur als mögliches Chemopräventivum ein, sondern auch zur ergänzenden therapeutischen Metastase-Prophylaxe. Bereits in früheren Studien sei erkennbar gewesen, dass das Curcumin durch Hemmen von bestimmten Zytokinen (Zytokine sind Botenstoff im Zusammenhang mit Entzündungen) ganz erheblich das Auftreten von Lungenkrebsmetastasen bei Brustkrebspatientinnen habe reduzieren können. Jetzt soll geklärt werden, ob und auf welche Weise Curcumin bei der Prävention von Prostatakrebs-Metastasen überhaupt wirksam sein könne.

Curcumin ist ein seit Jahrtausenden vornehmlich in der asiatischen Küche verwendetes Extrakt im Curry-Gewürz. Dosierungen von bis zu 8 g täglich seien unbedenklich, berichtet die Zeitschrift URO-NEWS in ihrer Ausgabe 2013/2. aund 800 mg, um sich effektiv vor Krebserkrankungen und der Bildung von Metastasen zu schützen. Besonders vorteilhaft sollen Curcuminpräparate mit einer einprozentigen Beimischung von Piperin sein, dem Hauptbestandteil im schwarzem Pfeffer. Piperin könne, so ist zu lesen, die Wirkung des Curcumins noch um ein Vielfaches verstärken.
Quelle: Zeitschrift:
URO-NEWS 2013/2 und http://www.zentrum-der-gesundheit.de/kontakt.html

Meine Anmerkung: Mit fällt spontan ein anfangs der 2000.er Jahre im Forum des Bundesverbandes  Prostatakrebs (BPS) populär gemachtes Kultgetränk ein, bestehend aus Tomatensaft, Curcuma, schwarzem Pfeffer und nativem Olivenöl. Weitsicht oder Zufall? (WDF im Dez. 2014)

Ergänzung 2017

 

 

Curkuma- Positive Auswirkungen

Entzündungshemmung

·       Verbesserte Wundheilung: Kurkuma hat antiseptische Eigenschaften. 

 Hilft gegen Depressionen: In der traditionellen chinesischen Medizin gilt Kurkuma als ein Mittel, dass bei Depressionen eingesetzt wird.

·         Leberentgiftung: Kurkuma regt Sie die Bildung von Leberenzymen an. Diese helfen der Leber, effektiv zu entgiften.

·        Schutz fürs Gehirn: Kurkuma kann verhindern, dass sich im Gehirn sogenannte Proteinfragmente ablagern. Diese sind bekannt dafür, dass sie die Entstehung von Alzheimer beschleunigen. Darüber hinaus sind in Kurkuma Stoffe enthalten, die beschädigte Gehirnzellen reparieren können.

Kurkuma heilt keine Krebserkrankung!

Eines kann Kurkuma aber nicht, auch wenn es immer wieder behauptet wird: Krebs heilen. Zwar verlangsamt das Gewürz das Tumorwachstum, es ist aber kein Heilmittel und kein Ersatz für eine Krebstherapie. Je nach Einzelfall kann es aber empfehlenswert sein, ein Kurkumapräparat zur Unterstützung der Krebstherapie mit einzunehmen.

02.07.2017 WDF

 

 


 

 

 

 



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