Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Phosphatase

03.8.2010

Phosphatasen

Zu den Enzymbestimmungen bei Laborbefunden zählt die Erhebung der Werte von alkalischer Phosphatase (AP), Prostataphosphatase (PP) und saurer Phosphatase (SP). Erhöhte Werte bei der AP deuten auf Gallenstau, Leber- bzw. Knochenkrankheiten hin. Die PP ist erhöht bei Prostatakrebs, die SP bei Prostata- und Knochenkrebs, Gaucher-Krankheit und Osteopathien

PAP wird von 95 Prozent der Prostatakrebszellen, nicht aber von gesunden Zellen der Prostata exprimiert.

Während die Saure Prostataphosphatase (SPP = SP = PAP) im Forum häufig angesprochen wird (siehe auch Forumextrakt - Diagnostik - Saure Prostataphosphatase), ist von der Prostataphosphatase (PP) bisher noch kaum die Rede gewesen. Zur diagnostischen und prognostischen Bedeutung der SP heißt es in Ein Ratgeber zum Prostatakrebs von Strum/Pogliano auf S. 53: In der Studie von Moul et al. lag die Wahrscheinlichkeit für ein PSA-Rezidiv nach radikaler Prostatektomie bei Männern mit einer Ausgangs-SPP (bSPP) ≥ 3,0 ng/ml fast dreimal so hoch wie bei Männern mit bSPP-Werten unter 3,0 ng/ml.

Den Umrechnungsfaktor zwischen ng/ml und U/l (Einheiten pro Liter) für die SPP habe ich noch nirgends angegeben gesehen; ich habe einmal ausgerechnet, dass er bei 1 ng/ml = 2,9545 U/l liegen könnte (ohne Garantie).

Das Bestimmen der SP ist also in der Frühphase und vor einer Therapieentscheidung wichtig, wenn es darum geht, sich die Chancen auszurechnen, durch eine RP geheilt zu werden. Früher war die SP der Marker für PK-Verdacht. Als das PSA mit besserer Spezifizität entdeckt worden war, wurde es still um die SP. Viele Labors können sie nicht mehr bestimmen, viele Urologen - wenn nicht die meisten - halten die SP-Bestimmung für vollkommen überflüssig.


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