Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Öl-Eiweiß-Kost

04.9.2006

Wer ist das?
Frau Budwig, approbierte Apothekerin, Diplom-Chemikerin mit Promotion in Chemie und Physik, die später auch noch damit begann Medizin zu studieren, war Gutachterin für Arzneimittel und Fette im Bundesinstitut für Fettforschung. Was ist Öl-Eiweiß-Kost?
Die Theorie ist: Die Verwendung von Sauerstoff im Organismus kann durch Proteinverbindungen stimuliert werden, die einen Schwefelsäureanteil haben und Öle wasserlöslich machen. Diese sind vorhanden in: Käse, Nüssen, Zwiebel und Lauchgemüse, wie Lauch, Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch, aber im besonderen in Hüttenkäse. Für eine richtige Oxidation werden auch Fermente der Zellatmung benötigt, die in sehr enger Verbindung mit ungesättigten Fettsäuren stehen. Es ist essentiell, daß nur unverarbeitete, kalt gepreßte Öle mit einem hohen Linol-Säurewert verwendet werden, wie z.B. Leinöl. Solche Öle sollten gemeinsam mit Nahrungsmittel konsumiert werden, die die richtigen Proteine haben, sonst wird das Öl die UMGEKEHRTE WIRKUNG haben und mehr Schaden anrichten als gutes tun.

Die beste Kombination soll Hüttenkäse (Magerquark) und Leinöl sein. Die Leinsamen sollten frisch gemahlen sein. Kohlenhydrate, die natürlichen Zucker enthalten, wie Datteln, Feigen, Birnen, Äpfel und Trauben sind ebenfalls Bestandteil der Diät. Honig ist ebenfalls von Vorteil. Die meisten synthetischen Vitamin A Produkte sollen schlecht sein, da sie Oxidationsprodukte beinhalten. Es wird aber viel Karotin in Form von Provitamin A (aus Karotten) konsumiert. Vitamin B von Buttermilch, Joghurt und natürliche Hefe sei von Vorteil.

Eine Person benötigt täglich ca. 120 Gramm Hüttenkäse (Magerquark), gut vermischt mit 45 Gramm Leinnöl und 30 Gramm Milch. Ein Mixer ist hierbei sehr hilfreich. Diese Mischung kann mit Honig oder auf einer andere natürliche Art gesüßt werden. Frische Früchte können noch hinzugefügt werden. Jeden Morgen sollten 2 Eßlöffel mit frisch gemahlenen Leinsamen in lauwarmer Buttermilch oder Joghurt eingenommen werden.

Diese Kost sei geeignet für alle Arten chronischer Erkrankungen, im besonderen Herzprobleme (koronare Thrombosen), Gallenerkrankungen, Diabetes, Arthritis, und bösartige Tumore. Es verbessere außerdem nachlassendes Hören und Sehen und sei ein ideales Nahrungsprodukt für Kinder und Säuglinge.

Ein Anhänger der Budwig-Diät: Ausgehend von dieser Theorie konnte nicht nur Frau Dr. Budwig sehr vielen Krebskranken helfen, indem sie durch die von ihr entwickelte Öl-Eiweiß-Kost erreichte, daß Krebszellen sozusagen wieder in der Lage sind zu atmen.

Ein Betroffener, der leider schon verstorbene Wil aus Holland, warnte schon 2001:

Nach Frau Dr. Budwig ist Leinsamenöl mit Hüttenkäse ein gutes Mittel gegen Krebs. Dies mag so sein, jedoch NICHT gegen Prostatakrebs. Es hat 6 Studien gegeben über hohe Dosis Leinsamenöl bei Prostatakrebs. Vier davon fanden keinen Effekt und zwei fanden einen negativen Effekt. Seitdem raten Prostatakrebs-Experten vom Gebrauch von Leinsamenöl in größeren Mengen ab

Dr. B. Leibowitz warnt ebenfalls vor der Verwendung von Leinsamenöl bei PK und im BPS-Forum stand jüngst zu lesen:

Der "Ratgeber Unkonventionelle Krebstherapien" von K. Münstedt et al. sagt zur Öl-Eiweiß-Kost nach Budwig u. a.: "Klinische Studien sind bisher nicht durchgeführt worden. Fallbeispiele sind nicht publiziert. Die Wirksamkeit ist somit wissenschaftlich nicht ausreichend dokumentiert... Ernährungsphysiologisch kann die Kost als unbedenklich eingestuft werden. Anspruch auf Heilung sollte sie allerdings nicht erheben."



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