Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Hormone

04.4.2007

Hormone und ihre Funktion

ACTH, Adrenokortikotropes Hormon
entsteht im Hypophysenvorerlappen
Funktion: ...regt die Nebennierenrinde zur Ausschüttung von Kortisol an.

ADH, Adiuretin, antidiuretisches Hormon
entsteht im Hypothalamus
Funktion: spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des osmotischen Drucks und des Flüssigkeitsvolumens im Körper.

Adrenalin und Noradrenalin
entsteht im Nebennierenmark
Funktion: Adrenalin und Noradrenalin sind Streßhormone. Sie steigern in Sekundenschnelle die Herz-Kreislauf-Funktionen und versetzen Nerven und Gehirn in Alarmzustand. In Notfällen mobilisieren sie die notwendigen Energiereserven. Das zeigt sich in einer beschleunigten Herztätigkeit, Erhöhung des Blutdrucks, Freisetzung von Glukose und verstärkten Durchblutung der Muskulatur. Noradrenalin hat eine schmerzhemmende Wirkung.

Aldosteron
entsteht in der Nebennierenrinde
Funktion: Aldosteron wirkt vor allem auf die Niere. Es reguliert den Elektrolyt- und Wasserhaushalt im Körper.

Androgene
entstehen in der Nebennierenrinde
Funktion: Androgene ist ein Sammelbegriff für männliche Sexualhormone. Sie sind geschlechtsspezifisch wirksam, indem sie die Geschlechtsdifferenzierung der männlichen Fortpflanzungsorgane fördern. Sie sind auch für die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale wir z. B. den Bartwuchs, Körperbehaarung und Stimmbruch verantwortlich. Androgene sind anabol wirksam, d. h. sie fördern das Knochen- und Muskelwachstum. Wichtigstes Androgen ist das Testosteron.

Androstendion
entsteht in der Nebennierenrinde
Funktion: Androgenes Hormon, das den Aufbau von körpereigenem Eiweiß beschleunigt. Wirkt als männliches Sexualhormon, indem es in Testosteron, aber auch in Vorstufen von Östrogen umgewandelt werden kann.

CRH,
Corticotropin- Releasinghormon stimuliert den Hypophysenvorderlappen zur Ausschüttung von ACTH, das wiederum Kortisol aus der Nebennierenrinde freisetzt. Am frühen Morgen ist der Blutspiegel von Kortisol am höchsten, nachts am niedrigsten. Das nennt sich zirkadianer Rhythmus.

DHEA,
Dehydroepiandrosteron entsteht in der Nebennierenrinde, beschleunigt als Androgenes Hormon den Aufbau von körpereigenem Eiweiß. Wirkt als männliches Sexualhormon, indem es in Testosteron, aber auch in Vorstufen von Östrogen umgewandelt werden kann.

FSH,
Follikel stimulierendes Hormon wird im Hypophysenvorderlappen gebildet und hat folgende Funktion: FSH wirkt auf die Gonaden. Es regt bei der Frau die Bildung von Östrogen und die Reifung der Eizellen im Eierstock an. Beim Mann sorgt FSH für die Entwicklung der Spermien.

Gastrin
wird von der Magenschleimhaut gebildet, Gastrin steigert die Magenbeweglichkeit, fördert die Salzsäurebildung im Magen und steigert die Sekretion von Gallen und Bauchspeicheldrüsensekret.

Gestagene
Gelbkörper Gestagene sind synthetische Hormone, die dem Progesteron, dem körpereigenen Gelbkörperhormon, ähneln. Die künstlich hergesteIlten Gestagene werden in der hormonellen Schwangerschaftsverhütung zur Verhinderung des Eisprungs eingesetzt. Bei der hormonellen Therapie sorgen Gestagene für eine regelmäßige Regelblutung. Das dient dem Schutz der Gebärmutterschleimhaut, denn der regelmäßige Abbau der Schleimhaut ist ein wirksamer Schutz vor einer Tumorentwicklung.

GH-IH,
Growth Hormone- Inhibitinghormon, Somatostatin
GH-IH hemmt die Freisetzung von Wachstumshormon aus dem Hypophysenvorderlappen. Somatostatin wird außerdem in den D-Zellen des Verdauungstraktes und der Bauchspeicheldrüse gebildet. Als solches hat es die Funktion, die Sekretion von Magensaft und Bauchspeichel zu hemmen.

GH-RH, Growth Hormone-Releasinghormon, Somatoliberin
GH-RH fördert die Freisetzung von Wachstumshormon aus dem Hypophysenvorderlappen. Es hat Einfluß auf das Längenwachstum vor der Pubertät. Es fördert das Wachstum der inneren Organe und hat Einfluß auf den Stoffwechsel.

Glukagon
Glukagon hebt den Blutzuckerspiegel. Es ist ein Gegenspieler von Insulin.

Gn-RH,
Gonadoliberin, FSH-RH, LH-RH
Gn-RH ist ein Hormon, das den Hypophysenvorderlappen zur Ausschüttung von zwei verschiedenen Sexualhormonen anregt, dem FSH und LH. Damit steuert es die gesamte Sexualfunktion von Mann und Frau.

Insulin
Insulin senkt den Blutzuckerspiegel.

Kalzitonin
Kalzitonin reguliert in der Schilddrüse, zusammen mit dem Parathormon, den Kalziumhaushalt des Körpers. Es stoppt die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm, lagert verstärkt Kalzium und Phosphat im Knochen ab, führt zur vermehrten Ausscheidung von Kalzium über die Nieren und senkt die Kalziumkonzentration im Blut.

Kortison und Kortisol
Kortison und Kortisol sind Glukokortikoide der Nebennierenrinde. Zusammengefaßt haben sie folgende Wirkungen: Abbau von Eiweißen in der Muskulatur, in der Haut und im Fettgewebe. Abbau von Fett aus den peripheren Fettdepots (Lipolyse). Dadurch gelangen freie Fettsäuren ins Blut. Förderung der Gykogensynthese in der Leber. Erhöhung der Glukosekonzentration im Blut. Antientzündlicher Effekt bei Verletzungen. Immunsuppressiver Effekt durch Hemmung der Abwehrzellen. Antiallergischer Effekt durch die Hemmung der Entzündungsreaktionen, die bei einer Allergie auftreten.

LH,
Luteinisierendes Hormon LH wirkt auf die Gonaden. Bei der Frau unterstützt es die Eireifung, den Eisprung und die Bildung des Gelbkörpers, beim Mann fördert es die Spermienreifung. Es erhöht die Abgabe von Testosteron aus den Leydig- Zwischenzellen des Hodens.

Melatonin
Bildungsstätte: Zirbeldrüse; Melatonin ist ein schlafförderndes Hormon, das die sogenannte "innere Uhr" des Menschen reguliert. Es ist am Alterungsprozess des Körpers beteiligt. Bisher gibt es aber keinen wissenschaftlichen Nachweis der belegt, dass Melatonin als Medikament den biologischen Alterungsprozess aufhalten kann.

MSH,
melanozyten- stimulierendes Hormon wird im Hypophysenvorderlappen gebildet. MSH hat einen Einfluß auf die Pigmentierung der Haut, indem es die pigmentbildenden Melanozyten beeinflußt.

MSH-IH, MIH, Melanostatin

Bildungsstätte: Hypothalamus MSH-IH bewirkt als Gegenspieler von MSH-RH eine verminderte Ausschüttung von MSH aus dem Hypophysenvorderlappen.

MSH-RH, MRH, Melanoliberin
Bildungsstätte: Hypothalamus; MSH-RH bewirkt die Freisetzung von Melanotropin (MSH) aus dem Hypophysenvorderlappen. Dadurch wird die Pigmentierung der Haut verstärkt.

Östrogene
Bildungsstätte: Eierstöcke; Östrogen ist ein Oberbegriff für die wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone, wie Estradiol, Estron und Estriol. Es gibt über 30 verschiedene Hormone, die in dieser Gruppe zusammengefaßt sind. Früher wurden diese Namen mit einem "Ö" geschrieben. Weil aber im englischen Alphabet kein "Ö" vorkommt und medizinische Sprache international ist, werden in aktuellen Veröffentlichungen häufig die Namen der Östrogene mit einem "E" geschrieben. Östrogene werden während der Reifephase in den Follikeln (Eibläschen) der Eierstöcke und in der Plazenta (Mutterkuchen) produziert und haben im weiblichen Körper verschieden Aufgaben. Insgesamt ist es das Hormon, das den größten Beitrag zur körperlichen und psychischen Entwicklung und Lebensgefühl jeder Frau leistet. Beginnend in der Pubertät mit der Brustentwicklung, über den monatlichen Zyklus bis hin zum Knochenaufbau und der Kollagenbildung zur Erhaltung der Hautelastizität, sind Östrogene im Spiel. Sie schaffen die Voraussetzungen für eine Schwangerschaft und für Sex. Sie wirken stärkend auf Knochen und Herz und stabilisieren das seelische Gleichgewicht. Außerdem sorgen sie für das typische weibliche Erscheinungsbild in Figur, Haut und Behaarung. Folgende Östrogen-Arten gibt es: Natürliche Östrogene, sind identisch mit den Östrogenen, die in den Eierstöcken gebildet werden, dazu gehört z. B. 17ß-Östradiol. Synthetische Östrogene, sind künstlich hergestellte Östrogene, die der Körper nicht bildet. Sie werden in Anti-Baby-Pillen eingesetzt. Dazu gehört z. B. Ethinylestradiol. Die Östrogene, die zur Hormonersatztherapie bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden, sind keine synthetischen Östrogene. Konjugierte Östrogene, sind eine Mischung verschiedener Substanzen, die ähnlich den Östrogenen aufgebaut sind. Sie werde entweder aus Pflanzen oder dem Harn trächtiger Stuten gewonnen.

Oxytocin
Oxytocin ist ein Hormon, das während der Schwangerschaft zur Auslösung der Wehentätigkeit während der Geburt führt. Während der Stillperiode sorgt Oxytocin außerdem für den Einschuß der Muttermilch. Die Ausschüttung erfolgt über den Hypophysenhinterlappen direkt in die Blutbahn.

Parathormon
Bildungsstätte: Nebenschilddrüse; Parathormon reguliert, zusammen mit dem Kalzitonin, den Kalziumhaushalt des Körpers. Es erhöht die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm, verstärkt die Abgabe von Kalzium und Phosphat vom Knochen ins Blut, senkt die Ausscheidung von Kalzium über die Nieren und erhöht die Kalziumkonzentration im Blut. Das Parathormon braucht für seine Wirksamkeit Vitamin D.

PRL-IH,
Prolaktin- Inhibitinghormon, Prolaktostatin - Bildungsstätte: Hypothalamus; PRL-IH hemmt die Prolaktinausschüttung des Hypophysenvorderlappens. Fällt diese Hemmung weg, so können Frauen auch ohne Schwangerschaft Milchfluß aus den Brustdrüsen entwickeln. Außerdem bleibt der Eisprung aus.

PRL-RH,
Prolaktin- Releasinghormon, Prolaktoliberin Bildungsstätte: Hypothalamus PRL-RH stimuliert den Hypophysenvorderlappen zur Ausschüttung von Prolaktin.

Progesteron
Bildungsstätte: Gelbkörper; Ist ein weibliches Geschlechtshormon, das bei fruchtbaren Frauen in der zweiten Hälfte des Zyklus im Gelbkörper des Eierstocks gebildet wird. Während der zweiten Zyklusphase ist Progesteron das vorherrschende Hormon. Die Gebärmutter wird in dieser Phase auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Findet keine Befruchtung statt, bildet sich der Gelbkörper zurück. Dadurch fällt der Progesteron-Blutspiegel ab und es kommt zum Abbau der Gebärmutterschleimhaut, der Menstruation. Kommt es zu einer Schwangerschaft bereitet Progesteron die Brustdrüsen auf die Milchproduktion und -abgabe vor. Außerdem sorgt es während der Schwangerschaft für einem dauerhaften Anstieg der Basaltemperatur. Basaltemperatur ist ein medizinischer Begriff für die Morgentemperatur, die Temperatur, die morgens beim Aufwachen gemessen wird. Progesteron wird in der Schwangerschaft vorwiegend im Mutterkuchen (Plazenta) produziert.

Prolaktin
Prolaktin regt das Wachstum der Brustdrüsen an und fördert die Produktion der Milch in den Brustdrüsen. Stimuliert wird die Ausschüttung von Prolaktin durch das Saugen des Kindes an der Brustwarze.

Sekretin

Bildungsstätte: Dünndarmschleimhaut; Sekretin fördert die Gallenbildung, hemmt die Magenbeweglichkeit und fördert die Bikarbonatbildung in der Bauchspeicheldrüse.

Serotonin
Serotonin hat vielfältige Wirkungen. In Lunge und Niere verengt es die Arteriolen, während sie in der Skelettmuskulatur geweitet wird. Es beeinflusst die Kontraktion des Herzmuskels und die Bewegung der Magen-Darm- Muskulatur. Im ZNS hat Serotonin Auswirkungen auf die Stimmungslage, den Schlaf- Wach- Rhythmus, die Schmerzwahrnehmung, die Körpertemperatur und die Nahrungsaufnahme.

STH,
Somatotropes Hormon, Wachstumshormon, HGH, Human growth Hormone; Das Wachstumshormon kontrolliert das Längenwachstum vor der Pubertät. Es fördert das Wachstum der inneren Organe und hat Einfluß auf den Stoffwechsel. Zusätzlich ist es an der Verknöcherung des Skeletts beteiligt und an der Bildung von Glucose in der Leber. Die Bildung und Ausschüttung des Wachstumshormons wird über die Hypothalamushormone GH-RH und GH-IH gesteuert.

Testosteron
Bildungsstätte: Hoden; Testosteron zählt zur Gruppe der Androgene und ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon. Auch bei Frauen wird in den Eierstöcken und in der Nebennierenrinde Testosteron in geringen Mengen produziert. Es steigert die Libido der Frau, führt aber bei einem Überschuss zu einer allgemeinen Vermännlichung (Virilisierung). Im männlichen Körper bewirkt Testosteron die Entwicklung der Geschlechtsorgane, die Ausbildung der Geschlechtsmerkmale (Behaarungs- und Fettverteilungsmuster, tiefe Stimme) und die Samenbildung. Im männlichen und im weiblichen Körper trägt Testosteron zum Wachstum der Knochen in der Entwicklungsphase bei, erhöht die Muskelmasse und senkt das Cholesterin im Blut.

T3,
Trijodthyronin Bildungsstätte: Schilddrüse T3 ist in der Lage, in fundamentale Stoffwechselprozesse einzugreifen und wirkt aktivierend. Es fördert die Wärmeentwicklung, erhöht den Sauerstoffverbrauch, beschleunigt die Kohlenhydrataufnahme, steigert die Neubildung von Glukose sowie die Mobilisation des Leberglykogens (Glykogen = Speicherform von Kohlenhydraten), aktiviert die Freisetzung körpereigener Fettbestände, beschleunigt den Cholesterinaufbau und -abbau, fördert die Proteinsynthese, beeinflußt den Wasserhaushalt und den Knochenstoffwechsel. Unentbehrlich sind Schilddrüsenhormone für die Wachstums- und Reifungsprozesse des Skeletts sowie für die Gehirnentwicklung.

T4,
Tyroxin Gleiche, aber weniger intensive Wirkung wie T3. Dafür ist die Konzentration von T4 10mal höher, als die von T3.

Thymopoetin
Bildungsstätte: Thymus; Thymopoetin steuert die Reifung und Differenzierung der Immunzellen in den Lymphknoten.

Thymosin
Bildungsstätte: Thymus; Thymosin steuert die Reifung und Differenzierung der Immunzellen in den Lymphknoten.

TRH,
Thyreotropin- Releasinghormon TRH regt den Hypophysenvorderlappen zur Ausschüttung von TSH (Thyroidea stimulierenden Hormon) an. Dieses Hormon fördert in der Schilddrüse die Abgabe von T3 und T4 ins Blut.

TSH,
Thyroidea- stimulierendes Hormon; TSH regt die Schilddrüse zur Freisetzung der Schilddrüsenhormone T3 und T4 an. Außerdem fördert TSH die Teilungsfrequenz der Schilddrüsenzellen. Das wirkt sich vergrößernd auf die Schilddrüse aus.

VIP,
Vasoaktives intestinales Peptid Bildungsstätte: Darmwand VIP fördert die Durchblutung und erhöht den Tonus der glatten Muskulatur.


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