Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Granatapfel und Prostatakrebs

23.9.2010

Granatäpfel gehören im Mittelmeerraum traditionell seit Jahrhunderten zur saisonalen Ernährung. Ihre hormonausgleichende, allgemein stärkende Wirkung ist seit biblischen Zeiten bekannt. In den harten Kernen enthalten Granatäpfel östrogenwirksame Steroide wie Beta-Sitosterol, aber auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Gamma-Linolensäure und Linolsäure, deren zellschützende und hautpflegende Eigenschaften gut erforscht und altbekannt sind.

Eine uro-onkologische Expertenrunde (Prof. Miller, Prof. Gschwend, Prof. Wolf u.a.) diskutierte jüngst vor laufender Kamera u.a. auch, dass Statine und auch Granatapfelsaft eine Wirkung gegen Prostatakrebs auch bei rezidivem Geschehen bewirken, nämnlich Verlangsamen des PSA-Anstieges und Vergrößerung der PSA-Verdoppungszeit. Die Experten bejahten den Verzehr von Granatapfelsaft.

Die Fa. Dr. Jacobs, Taunusstein, bei der ich seit Jahren Granatapfelsaft bestelle schreibt jüngst:
Der Granatapfel ist reich an antioxydativen Polyphenolen (Tannine, Flavonide) In Studien hätten sich täglich hochwertiger Granatapfelsaft mit 570mg Granatapfel-Phenolen (als Gallussäure-Äquivalent) bewärt. Diese Menge an G.-Phenolgehalt entspricht etwa einer Tagesportion von 10ml Dr. Jacobs Granaforte.
Mit liegt ein prüfbericht der Gesellschaft für Lebensmittel-Forschung aus Berlin vor, die dem Grantapfel-Phenol-Konzentrat (Grana forte) von Dr. Jacob im Juni 2010 aktuell 83565 ml/l. Gesamtphenole bescheinigt.

Langzeitergebnisse der Pantuck-Studie....
Bei Patienten, die bis Ende 2008 im MIttel 56 Monate an der Studie teilgenommen hatten, verlängerte sich unter Granatapfelsaft die PSA-Verdopplungszeit auf durchschnittlich 60 Monate (5 Jahre). Der Sprecher der American Urological Assosiation (AUA) Dr. Chr. Amling bekräftigt die Meinung, dass Granatapfelsaft nach erfolgloser Behandlung wirksam die Progression von Prostatakrebs verlangsamen könne.

Aufgrund der Eigenschaften von Granatapfelphenolen, die Expression des Androgenrezeptors und Androgen-synthetisierender Enzyme herabzuregulieren, bei Proteinkinasen eine Phosphorylieungshemmung und in den Krebszellen die Apoptose insbesondere über eine NF-kappaB-Aktivierungshemmung zu fördern, könnte eine Kombination mit der Hormontherapie sehr interessante Synergieeffekte bewirken und die Bildungsvon Resistenzen verzögern. Letzteres muß aber noch in klinischen Studien bewiesen werden.

Welchen Grantapfelsaft soll ich denn nun nehmen?
Granatapfelphenole sollten deutlich getrennt von den Hauptmahlzeiten eingenommen werden; entweder 1 Std. vorher oder mind. 1 Std. später nach den Mahlzeiten. Von den Produkten her bieten sich auf Reisen die Kapseln wegen der besseren Handhabung an. Auf Pudding, weißem Joghurt, Sorbet oder Eis eigent sich wegen des hervorragenden Geschmacks das Elexier.
Das Elexier und Granaforte sind nach Anbruch bis 7 Wochen im Kühlschrank haltbar, Grantapfelsaft hält sich auch im Kühlschrank nur höchstens 10 Tage.

letzte Aktualisierung im September 2010

 

Prostatakrebs und Ernährung Prof. em. Christian de Bruijn, Universität Eindhoven; Ausschnitt aus dem Vortrag von Prof. Bruijn auf dem Patiententag der Uniklinik Münster in 2012
Prof. de Bruijn hielt uns einen Spiegel vor: Hier in Deutschland essen wir zuviel, essen zu fett, essen zu süß, essen zu wenig frisches Obst und Gemüse, bewegen uns zu wenig und trinken zuviel Alkohol. Die Konsequenz sei: 65% der Männer seien übergewichtig, das gilt auch für 55% der Frauen. 68% der Todesfälle seien lt. Ernährungsbericht 2004 des Bundesministeriums für Verbraucherschutz auf ernährungsbedingte Erkrankungen zurückzuführen. Allein das Krebsrisiko könne um mindestens 30% verringert werden bei ausreichendem Verzehr von Obst und Gemüse.

Granatapfelsaft dagegen gehöre zu den positiven Faktoren. U.a. stieg nach 6 jähriger Beobachtungszeit die PSA-Verdopplungszeit von 15 auf 60 Monate. Wenn wir also essen, es uns gut gehen lassen, spielen wir auf dem Klavier unserer Gene. Lebensstil habe Einfluss auf das Entstehen von (Prostata)Krebs. Denn die Ernährung sei ein komplexer Vorgang mit Tausenden von biochemischen Variablen und es sei praktisch unmöglich, einzelne Wirkstoffe verantwortlich zumachen für das Entstehen von (Prostata)Krebs.

Eine "anti-entzündliche Ernährungsweise" biete beste Voraussetzungen um selbst die Risiken zu begrenzen, nämlich frisch und pflanzlich. Hierbei spiele der Verzehr von ausreichend Obst und Gemüse und Omega-3 Fettsäuren wie auch das Vermeiden oder Verringern von industriell hergestellten Lebensmitteln eine Rolle. "Wir essen zuviel falsche Fette!"
Aktualisiert am 16.07.2013 WDF


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