Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

EBM

03.11.2006

Evidenz-basierte Medizin oder das Bauchgefühl meines Urologen? Was bringt mir mehr? Was hilft mir mehr? Hat EBM für uns chronisch Kranke einen besonderen Wert? Kann es sein, dass die rein evidenz-basierten medizinischen Studien, prospektiv, randomisiert, plazebokontrolliert vielleicht gar deshalb auch noch blind sein müssen, um den Einfluß der Industrie zu verdecken? Wer zahlt, bestimmt der nicht letztlich bei der Musik die Tonart und bei Studien die Fragestellung? Und überhaupt: Was ist, was steckt hinter den drei Buchstaben EBM?

Da wäre zunächst mal Experience-baced-medicine, das ist die Sache mit dem Bauchgefühl meines erfahrenen Urologen. Ebenfalls mit den drei EBM-Buchstaben beginnt Experiment-based-medicine, wo der Wissenschaftler, der Forscher tief in den Zellen gräbt und mit seinem auf Zukunft ausgerichteten Wissen für mich von Vorteil sein kann. Oder die Ethics-based-medicine, die uns vermutlich ohne evidence-based-medicine-Daten auf dem letzten Stück des langen und dann wohl nur noch palliativen Chronikerweges Gold wert sein kann und vermutlich wird. Ja, und haben wir nicht schon die economy-based-medicine mit Staatsdiktat in der medizinischen Betreuung?

Muß ich mich jetzt sorgenvoll fragen: Was davon wird mir helfen? Hilft überhaupt was? Und wenn, wie? Was ist die beste wissenschaftlich basierte Medizin für mich? Ich weiß es nicht! Aber doch, mir fällt da was ein: Ich wähle Eminence-based-medicine, gehe gleich zum Chefarzt. (WDF, auf der Basis einer Kolumne von Dr. Paul Mohasci, Schweiz)


Schlagwörter:

evidence-based medicine

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