Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Welche antihormonelle Therapie?

02.1.2007

Notizen vom 56. Urologenkongress in Hamburg
>Meine Notizen vom Vortrag von Prof. Manfred Wirth

LHRH ist heute die Standardtherapie. Wenn Hormontherapien verglichen werden, dann sollte das hinsichtlich der Nebenwirkungen erfolgen. Denn Hormontherapien seien - und hier wird Prof. Wolff zitiert - kein Kamillentee.

Nichtsteriodale Antiandrogene (Bicalutamid/Casodex) haben lt. Prof. Wirth weniger Wirkung bei hoher Tumorlast. Interessant sei die Step-by-Step-Therapie, zunächst ein Antianderogen, z.B. CPA oder Casodex dann ggf. Therapiepause, dann bei PSA Progress ein anderes Antiandrogen, z.B. Flutamid dann ggf. Entzug des Antiandrogens (Antianadrogensyndrom), dann bei erneutem Progress die maximale Androgeblockade mit einem LHRH und einem Antiandrogen, danach ggf. „second-Line-Hormontherapie“ z.B. mit Ketokonazol+Hydrokortison, wobei Synthesehemmer wegen ihrer Nebenwirkung keinen hohen Stellenwert hätten. Es müsse der Nutzen der antihormonellen Therapie gegen Nebenwirkungen und Kosten abgewogen werden. Weniger sei mehr!

Die Antiandrogene Monotherapie, lt. Prof. Wirth derzeit in Deutschland nicht für PCa zugelassen, sei eine Option für eine niedrigen Tumorlast bei jüngeren Patienten.

Die Triple Hormontherapie von Dr. Bob wurde erwähnt aber auch kritisiert als „ohne Daten und Nachweise“ und damit -so hatte nicht nur ich den Eindruck- ad acta gelegt. Ob endgültig wird man abwarten müssen, denn die sonstige Polemik fehlte. Prof. Wirth betonte eher ausdrücklich, er habe sich wegen dieser Therapie bei Selbsthilfegruppen um spezifische Informationen bemüht.

Januar 2007



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