Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Östrogene und Antiandrogene

20.12.2011

ANTIANDROGEN ÖSTROGEN KOMBINATION

Kommt es nach Ausschöpfen der zunächst üblichen Hormonbehandlungen dennoch zum Fortschritt des Krebswachstums, gibt es die Möglichkeit auf Kombinationen von Östrogenen (weiblichen Sexualhormonen wie Turisteron, Estramustinphosphat, Fosfestrol) und Antiandrogene (Cyproteronacetat, Casodex usw.) auszuweichen. Hier handelt es sich nicht um lebensverlängernde, sondern um die Lebensqualität verbessernde Maßnahmen. Kommt es trotzdem zu einem weiteren Wachstum des Krebses, ist es nicht mehr sinnvoll weiter Antiandrogene zu geben. Eine Alternative können jetzt Glucokortikoide sein.

Januar 2007

Ergänzung:
Man sollte bei oraler Östrogeneinnahme gleichzeitig mit Marcumar oder ähnlichen Medikamenten dem Risiko der übermäßigen Blutgerinnung entgegenwirken. Ob Aspirin hilft, ist fraglich.

siehe auch Östrogenpräparate

Ergänzung 2014

Die bisherigen Forschungsergebnisse belegen klar, dass Östrogen die Hauptursache für Brustund

Prostatakrebs ist (NCI Monographie # 27 Oxford University Press 800-852-732). Diese

giftigen Stoffwechselprodukte werden besonders häufig bei den Männern gefunden, die

vermehrt Trans-Fettsäuren, also erhitztes Fett, hydrogenierte Öle und nur wenig gute Fette bzw.

Omega-3-Fettsäuren wie Fischöl, Leinöl oder Olivenöl essen. Auch finden sich diese giftigen

Stoffwechselprodukte bei Männern, die wenig schwefelhaltige Aminosäuren essen wie z.B.

Bohnen, Knoblauch, Zwiebeln, Blumenkohl und Broccoli bzw. alle Kohlsorten.

 

….Das heißt, die derzeit praktizierte Therapie des PCa´s besteht in der gleichzeitigen Absenkung

sowohl des Testosteron- als auch des Östrogenspiegels. Dies muss durch den dadurch hervor

gerufenen Testosteronmangel zu erheblichen Nebenwirkungen führen, die auch die

Lebensqualität verschlechtern. Trauriges Faktum ist auch, dass die Prostatektomie bei PCa

nicht zur Verbesserung der Überlebenszeit führt, sondern nur die Lebensqualität nachhaltig

verschlechtert. Männer mit fortgeschrittenem PCa werden heuten fast immer mit einer

vollständigen Hormonblockade, also mit dem völligen Entzug des Testosterons behandelt. Es

gilt als sicher belegt, dass die Überlebenszeit der so behandelten Männer durch diese Maßnahme

nicht verlängert wird, dafür entwickeln diese Männer aber einen höheren Grad an Depressionen

und Demenz, bevor sie sterben.

 

….Ungeregeltes Östradiol, d.h. ohne einen Gestagenopposition, kann gefährlich sein. Gestagen ist

notwendig, um die möglichen Nebenwirkung von Östradiol auszugleichen. Niemand aber würde einem Patienten Insulin geben, wenn er es nicht wirklich benötigt. Dies sollte generell für alle Hormone gelten, Androgene eingeschlossen

Der vorangegangene Text ist ein Auszug aus einer Veröffentlichung von Dr. Douwes, Bad Aibling, zum Thema. Der Text spiegelt nicht meine persönliche Meinung wieder. Mein mediz. Wissen reicht dafür nicht aus.

 

 

 

Anschrift des Verfassers

 

 

Dr. med. Friedrich Douwes,

Klinik St. Georg

Rosenheimerstr.6-8,

83043 Bad Aibling,

E-Mail info@klinik-st-georg.de

 

 

 

Anfügen möchte ich noch eine persönliche Notiz:

Ich warne ausdrücklich davor, von kleinen Studien oder eigenen Erfahrungen auf alle Menschen zu schließen. Habe oft mit meinem Onkourologen diskutiert: Es ist nicht korrekt, immer nur PSA und Testosteron allein zu betrachten (und hier Östradiol), auch hier ist das Umfeld das Entscheidende : Progesteron, Östrogen , DHEA ,LH ; FSH, AP-Wert usw , insbes. aber die Atmungskette in den Mitochondrein , denn ohne ATP läuft garnichts:

 

 

 

 

letzte Aktualisierung im April 2007/Dez. 2011/November 2014 WDF

 



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