Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Radiologische Methoden

02.7.2008

Lokale Tumorablation

Im Rahmen der interdisziplinären Tumorbehandlung am Marien Hospital Düsseldorf können verschiedene Tumoren – statt oder ergänzend zur Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie – mittels radiologisch-interventioneller Methoden zerstört werden.Hierzu werden dünne Sonden oder Katheter unter örtlicher Betäubung in den Körper eingeführt und mit Hilfe radiologischer Verfahren millimetergenau an den Tumor heran gesteuert. Durch Erhitzung mittels Laser, Radiofrequenz, Injektion von tumorabtötenden Substanzen oder Verstopfung der Blutgefäße des Tumors wird dieser abgetötet. Je nach Tumorart und –lokalisation wird das für den Einzelfall optimale Verfahren eingesetzt:

HITT (Hochfrequenz interstitielle Thermotherapie): Erhitzung des Tumors durch Radiofrequenzwellen. Bei Lungenkrebs, Nierenkrebs, Metastasen in Leber, Knochen, Lunge

LITT (Laser-induzierte interstitielle Thermotherapie): Erhitzung des Tumors mittels Laserstrahlen: Bei Metastasen in der Leber

TACE (transarterielle Chemoembolisation): Injektion von Chemotherapie und gefäß-verstopfenden Partikeln in die Blutgefäße des Tumors. Bei Leberkrebs, LebermetastasenChemoperfusion Injektion geringer Mengen Chemotherapeutika in hoher Konzentration direkt in die Blutgefäße des Tumors. Bei Brustkrebs, Unterleibskrebs (Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs), Mastdarmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs

PEI (perkutane Äthanol Injektion): Injektion von konzentriertem Alkohol über feinste Nadeln direkt in den Tumor: Leberkrebs

Meine Anmerkung: Es ist - und davon bin ich fest überzeugt - nur noch eine Frage kürzerer Zeit, dass diesen Methoden (welche davon auch immer) für die Therapie des lokalen PCa zur Verfügung stehen werden. Die Frage wird aber weniger die der Verfügbarkeit sondern mehr die der Bezahlbarkeit sein.

Januar 2007



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