Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Tracer

22.1.2007

Die deutsche Übersetzung des englischen Begriffes "tracer" von trace=Spur erklärt auf zweifache Weise ein Hauptinstrument aktueller Radiodiagnostik. Dabei werden biologische Substrate, die wie Zucker bei Stoffwechselabläufen eine Schlüsselrolle spielen, mit Radioisotopen markiert, ohne ihre biochemischen Eigenschaften zu beeinträchtigen. Durch diesen Kunstgriff kann ihre Spur im Körper bis zur lokalen Anreicherung über die von ihnen ausgesandte radioaktive Strahlung verfolgt werden. Bei den in der Regel intravenös injizierten Substraten darf es sich dabei nur um Mengen handeln, die die betrachteten Stoffwechselprozesse im normalen Ablauf belassen - also ebenfalls um Spuren.

Glukose, die mit Fluor-18 radioaktiv markiert ist, findet ihrenEinsatz bei der Diagnose von Krebs sowie Herz- und Hirnkrankheiten mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET).Mit einer Halbwertszeit von 110 Minuten hält die radioaktiv markierte Glukose die Strahlenbelastung für den Patienten klein. Was für den Patienten gut ist, wird bei der Auslieferung des Radiopharmakons zum Problem. Eine Stunde Stau beim Transport über die Autobahn verringert die Menge der aktiven Substanz für den Abnehmer um etwa dreißig Prozent.

Untersuchungen mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie nutzen den Nachweis der Gammastrahlung, die entsteht, wenn Positronen aus dem Zerfall des instabilen Fluor-18 mit Elektronen reagieren. Das Endprodukt dieser Methode der nichtinvasiven Diagnostik sind Soffwechseldaten und Bilder, die Aufschluß geben über die Art eines Tumors, die Funktionstüchtigkeit des Herzmuskels oder die der Erforschung von Krankheiten dienen, welche ihre Ursache in Störungen des Stoffwechsels im Gehirn haben.

Januar 2007



Zurück