Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Chemotherapie Nebenwirkungen und Risiken

24.5.2007

Zytostatika greifen nicht nur die Tumorzellen an, sondern wirken auch auf normale Zellen des Körpers. Sie treffen bevorzugt Zellen, die sich stark vermehren. Das sind die Zellen des Magen-Darm-Tracktes,der Haut, die Haare, Keimdrüsen, und die Zellen der normalen Blutbildung. Die häufigsten Nebenwirkungen treten daher in diesen Bereichen auf: Übelkeit, Erbrechen, Reizung der Blase, Schleimhautschäden, Haarausfall, Nagelveränderungen und Verschlechterung der Blutwerte. Diese Nebenwirkungen sind stärker ausgeprägt bei einer Hochdosistherapie.-

Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen der Chemotherapie sind die Hemmung der Blutbildung im Knochenmark. Die Verminderung der roten Blutkörperchen (Anämie) kann zu Müdigkeit und Leistungsminderung führen. Durch Transfusion roter Blutkörperchen kann dieser Zustand gebessert werden. Der Abfall der Blutplättchen (Thrombopenie) birgt das Risiko von Blutungen, die lebensbedrohlich sein können. In solch einem Fall erhält der Betroffene Thrombozytentransfusionen. Die Verminderung der weißen Blutzellen (Leukopenie) birgt die Gefahr von Infektionen. Ist das vorauszusehen, erhalten Patienten Antibiotika.

Ebenso wie andere Nebenwirkungen der Chemotherapie können Infektionen in seltenen Fällen einen tödlichen Ausgang nehmen.

Die Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trackt äußern sich bei vielen Patienten als Entzündungen der Mund- und Darmschleimhaut (Mukositis). Das führt zu Gegenmitteln in Form von Schmerzmitteln und Ernährung durch Infusionen.

Einige Zytostaika können in seltenen Fällen Organschäden verursachen z.B. Herz-, Lungen-, Leber-, Nieren-, Blasen-, Nerven- und Gehörschäden. Der Haarausfall bildet sich in der regel nach etwa zwei bis sechs Monaten zurück.


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