Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

PET

22.7.2009

PET steht für den Begriff Positronenemissionstomographie.

Für Schnell-Leser:
PET (Positronen-Emissions-Tomographie) Die PET-Untersuchung erlaubt mit Hilfe einer Markierungssubstanz (Cholin) in Kombination mit der Computer-Tomographie eine hochempfindliche Darstellung des P-Ca und von Metastasen im Ganzkörperbereich. Wegen der sehr hohen Kosten sollte die PET erst bei Problemfällen (z.B. P-Ca Rezidiv) als Entscheidungshilfe für den Einsatz alternativer Therapieverfahren nach erfolgloser Ersttherapie (sog. second line Therapie) eingesetzt werden.

Mehr im Folgenden:

Die Positronenemissionstomographie (PET) gehört wie Röntgen, Ultraschall, Computer- oder Kernspintomographie zu den bildgebenden Verfahren. Alle diese Diagnosemethoden erlauben ohne Operation einen „Blick“ in das Körperinnere.

Mit der PET lassen sich Vorgänge im Stoffwechsel nachvollziehen. Sie ersetzt andere Diagnoseverfahren in der Krebsmedizin nicht, kann sie bei besonderen Fragestellungen aber ergänzen. Die PET-Untersuchung ist kein Standardverfahren, das allen Krebspatienten einen Vorteil bringen würde. Die Anwendung ersetzt andere diagnostische Verfahren nicht, sie kann sie höchstens ergänzen. Die Positronenemissionstomographie erlaubt jedoch die Beantwortung einiger Fragen, die sich mit anderen Methoden bisher nicht oder weniger gut beantworten lassen.

Krebsgewebe zeichnet sich wegen seines meist schnellen Wachstums durch einen hohen Energiebedarf aus. Bösartige Tumoren nehmen zum Beispiel Traubenzucker oder Sauerstoff oft viel rascher auf, als dies gesundes Gewebe normalerweise tut. Diese Tatsache nutzen Radiologen bei der Untersuchung. Vor einer PET-Untersuchung erhalten Patienten einen so genannten Tracer (vom englischen "to trace" = ausfindig machen). Meist wird ein mit radioaktivem Fluor gekoppelter Traubenzucker verwendet, die F18-Desoxyglukose, abgekürzt FDG. Die Verteilung der Glukose im Gewebe wird anhand der Spur dieser Teilchen mit einer besonderen Aufnahmetechnik sichtbar gemacht.

Zeigt sich in der PET-Aufnahme an einer Stelle im Körper auffällig viel Glukose, deutet dies streng genommen zunächst nur auf erhöhte Stoffwechselaktivität hin, entsprechend wenig Tracer findet sich in besonders inaktiven Gewebebezirken. Was dahinter steckt, Tumor oder Entzündung, kann ein erfahrener PET-Spezialist zwar häufig schon erkennen. Um sicher zu gehen, muss eine Beurteilung jedoch anhand der Gesamtsituation und unter Einbeziehung weiterer Untersuchungsergebnisse erfolgen – erst dann können Konsequenzen für die Therapieplanung daraus gezogen werden

Da die PET aufgrund der uneinheitlichen Bewertung durch Experten noch nicht zu den Standardverfahren gerechnet werden kann, ist sie keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Auch viele private Versicherungen machen je nach Krankheitssituation und diagnostischer Fragestellung noch Einschränkungen geltend.

Mehr siehe unter:
Cholin
PET
PET/CT
PET/CT-Diagnostik
PET/CT Grundsätzliches

letzte Aktualisierung im Juli 2009


Schlagwörter:


Zurück