Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

T1a

13.11.2010

bis 5 Prozent des untersuchten Gewebes ist befallen

Ergänzung:
Bei der pathologischen Beurteilung von z.B. transurethralen Prostataresektaten (TUR-P), die ein inzidentes Prostatakarzinom enthalten, gibt die S3-Leitlinie Empfehlungen, die im Widerspruch zur TNM-Klassifikation stehen. Nach den S3-Leitlinien soll eine pT1a oder pT1b Kategorie vergeben werden, die in der TNM-Klassifikation jedoch gar nicht existiert. Die pathologische Klassifikation (pTNM) beginnt bei der Prostata erst mit der Kategorie pT2a (organbegrenztes Karzinom in weniger als der Hälfte eines Lappens). Die Anwendung einer pT1-Kategorie unter Mißachtung der TNM-Klassifikation – auch beim stanzbioptisch entdeckten Karzinom als pT1c – kann jedoch zu erheblichen Verwirrungen bei Patienten und betreuenden Hausärzten führen, wenn ein zuerst als pT1 klassifiziertes Prostatakarzinom nach der Prostatektomie (naturgemäß) als pT2 oder sogar pT3 klassifiziert werden muß.
Prof. Dr. med. Andreas Erbersdobler, Institut für Pathologie Universitätsklinikum Rostock

November 2010



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