Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Fraktionierung

28.6.2007

Mit einer Aufteilung der Gesamtdosis auf mehr Einzeldosen (Hyperfraktionierung) ist eine bessere Schonung des (spät reagierenden) Normalgewebes möglich allerdings mit zunehmender Gesamtbehandlungszeit auf Kosten der Tumorkontrollwahrscheinlichkeit.

Die konventionell-fraktionierte Bestrahlung mit 1,8–2 Gy/d, mit Pausen an den Wochenenden, hat sich auf empirischer Basis entwickelt. In der Behandlung solider Tumoren werden so Gesamtdosen bis 60–70 Gy erreicht.

Als Reparaturzeit für Normalgewebe werden mindestens 6 h angenommen, sodass dieses Zeitintervall nicht unterschritten werden darf. Hypofraktionierte Konzepte mit hohen Einzeldosen erhöhen das Risiko von Spätfolgen.

In der Palliativsituation ist die verkürzte Behandlungszeit jedoch vorteilhaft.Der Therapieerfolg hängt ab von Eigenschaften des Tumors (Entität, Größe, Hypoxie …), Eigenschaften der Strahlung (linearer Energietransfer, Energie …), Einzel- und Gesamtdosis, Verteilung der Dosis über die Zeit (Fraktionierung), Kombination mit anderen Therapiemodalitäten u.a.

Juni 2007


Schlagwörter:

Bestrahlung

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