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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Chemotherapie und Lebensalter

29.6.2007

Ob man Krebspatienten noch eine Chemotherapie zumuten kann, hängt weniger vom Alter als von der körperlichen Verfassung ab. Bei Patienten über 65 Jahren ohne schwerwiegende Begleiterkrankungen wirken die Arzneien fast ebenso gut wie bei jüngeren Krebskranken, haben Datenbank-Analysen ergeben. Zur Wirksamkeit und zu unerwünschten Wirkungen von Krebsmedikamenten bei älteren Patienten gibt es zu wenige kontrollierte Studien. Oft werden ältere Menschen auch aus klinischen Studien mit Chemotherapien ausgeschlossen. Darauf hat Professor Kurt Possinger von der Charité in Berlin hingewiesen. Bei alten Patienten sollte nicht von vornherein auf eine Chemotherapie verzichtet werden, sagt auch Professor Michael Thomas von der Thoraxklinik Heidelberg. So war in einer kanadischen Studie die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei einer platinbasierten Chemotherapie signifikant (bemerkenswert) höher. Sie lag bei jüngeren Patienten bei 70 Prozent und bei den Patienten über 65 Jahren bei 66 Prozent. "Auch ältere Patienten haben also von der Therapie profitiert, obwohl bei ihnen die Medikamente niedriger dosiert worden waren", sagte Thomas.

Anmerkung: Alten Patienten mit gutem körperlichen Zustand und ohne relevante Begleiterkrankungen kann man also durchaus eine Chemotherapie anbieten.

Juni 2007


Schlagwörter:

Chemotherapie, Überlebensrate

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