Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

GlutaDON

03.8.2007

Die Tumorzelle benötigt Glutamin zum Wachstum und zur Zellvermehrung. Gesunde Zellen produzieren eigenes Glutamin, Tumorzellen müssen das Glutamin aus dem Blut aufnehmen. Während im Rahmen der Antiangiogenese das Ziel verfolgt wird, den Tumor vom Nährstoff-liefernden Kreislauf abzuschneiden, werden bei dieser Therapie abbauende Enzyme eingesetzt,um den Tumorzellen selektiv lebenswichtige Nährstoffen zu entziehen, wie z.B. das L-Glutamin.

Mit dieser Behandlungsmethode soll erreicht werden, dass die Substanz, die für die Vermehrung der Krebszellen notwendig ist, nicht mehr zur Verfügung steht und somit das Krebszellenwachstum nicht weiter fortgesetzt werden kann. Der Tumor wird sozusagen "ausgehungert"

Wissenschaftlicher Hintergrund zur Kombination von Glutaminase und DON Das therapeutisch wirksame Enzym Glutaminase entzieht, wenn es intravenös verabreicht wird, den Tumoren die Grundlage für Wachstum und Vermehrung, indem es das vorhandene Glutamin aufspaltet. Die an Glutamin verarmten Tumore nehmen den zweiten Wirkstoff, das Glutaminanalogon DON, mit stark erhöhter Rate auf, da es für sie von Glutamin nicht unterscheidbar ist. DON selbst kann jedoch nicht von den Zellen verwendet werden und blockiert sowohl den Energiestoffwechsel wie auch die Prozesse, die zu weiteren Zellaufbau führen würden. Hierüber gehen die Tumorzellen zugrunde.

im Juli 2007



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