Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Diagnose PSA 140

10.8.2007

Eine besorgniserregende Größenordnung.

Bei einem PSA von 140 (oder 80 oder 100 oder auch 150 und ähnlich) ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Tumor die Prostatakapsel verlassen hat und ausserhalb der Prostata "gestreut" hat, d.h. dass sich zumindest Mikrometatstasen ausserhalb der Prostata befinden.

Mit den heutigen Bildgebenden Verfahren sind die noch nicht auffindbar, d.h. sie sind im Knochszintigramm und CT noch nicht zu sehen.

Diesen Zustand nennt man eine systemische Erkrankung. Eine operative Entfernung der Prostata bringt dem Betroffenen deshalb auch keinen Vorteil, weil die im Körper herummsausenden Mikrometastasen durch die OP nicht entfernt werden können. Also: Bei diesem Wert (z.B. PSA 140 ng/ml) ist eine OP nicht mehr angeraten.

Was kann man dann tun?
Es gibt die Möglichgkeit, die Lymphknoten zu entfernen und diese dann untersuchen, ob sich darin bereits Tumorzellen befinden. Sind dort keine Tumorzellen, kann eine Bestrahlungstherapie angestrebt werden.

Weil aber auch die Bestrahlung genauso wie die Operation eine lokale Maßnahme ist (lokal heißt hier = sie wirkt nur auf einem eng begrenzten Raum) sollte die Betrahlung aber zusammen mit einer Hormontherapie durchgeführt werden. Die Chancen für eine danach längere rezidivfreie Zeit (Rezidiv=der Tumor beginnt wieder zu wachsen) , werden besser.

Sind die Lymphknoten jedoch befallen, werden Lymphknotenmetastasen festgestellt, wird nur die Hormontherapie (systemische Therapie) gegeben.

im August 2007


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