Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Warum Kontrolle des Testosteronspiegels?

25.5.2009

Prof. Klippel äußerte sich wie folgt:
Nicht bei jeder Injektion der monatlichen, dreimatlichen oder halbjährlichen "Kastrationsspritzen" (LHRH oder GNRH) ist garantiert, dass der Testosteronspiegel tatasächlich auf Kastrationsniveau abfällt.

Empfehlenswert, so Prof. Klippel, sei zu prüfen, oder der Testosteronwert im niedrigsten therapeutischen Bereich, also unter 50ng/ml liegt.

Nochmals Prof. Klippel:Unter der medikamentösen Kastration wurde bei 12,5% der Patienten kein therapeutisch wirksamer Testosteronspiegel von unter 50ng/ml gefunden und bei bis zu 37,5% kein Wert unter 20ng/ml.

Eine solche unwirksame Unterdrückung führe bei etwa 10 bis 20% der Patienten zu einem prognostisch ungünstigen Testosteronanstieg, einem Flare-up-Phänomen, und das bei jeder Wiederholungsinjektion.

Allein aus diesem Grund schon empfiehlt sich die regelmäßige Überprüfung des Testosterons bei der LHRH-Therapie.

Und was ist, wenn Testosteron wirklich ansteigt nach der Kastrationsspritze? Prof. Klippel rät zu einem Antiandrogen.

Allerdings,
eine Studie der Universität von Californien brachte zutage, dass Männer über 50 mit geringem Testosteronwerten dreimal eher einem Bündel von Risikofaktoren ausgesetzt sind: Kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetis, hohe Cholesterinwerte usw.. Und das bedeutet ein um 33 Prozent erhöhtes Todesrisiko.

Welche Wahl haben wir?
Gar keine, denn wir versterben eh am PCa, und wenn nicht daran, dann eher an einer der vorangenannten Risiken als an etwas anderem.

Dr. Strum, Onkologe und Spezialist für Prostatakrebs aus den USA, vetrat auf einer Veranstaltung der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs in Bielefeld die Ansicht, der bisher tiefst angenommene Kastrationspunkt von 0,2 ng/ml Testosteron müsse noch deutlich unterschritten werden, wolle man einen Überlebensvorteil erzielen wollen.

letzte Aktualisierung im Mai 2009


Schlagwörter:


Zurück