Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Vorsorge und IGeL

22.11.2007

Was viele Männer möchten wenn sie sich denn endlich aufraffen zum Urologen, das ist Prostatakarzinom-Screening mittels PSA-Bestimmung und Ultraschall und wenig "Hafenrundfahrt" (das ist die Tastuntersuchung).

Es handelt sich dabei um "Wunschleistungen", die der Versicherte privat bezahlen muss, es sei denn, bei ihm besteht der begründete Verdacht auf ein Prostatakarzinom, z.B. weil er nicht mehr richtig pinklen kann (kann von einem Prostatatumor oder einer vergrößerten Prostata ausgelöst sein) oder er hat Schmerzen in Höhe der Lendenwirbelsäule (kann von einem Prostatakrebs stammen, der schon Knochenmetastasen gebildet hat) oder er hat ein ständig leicht ziehendes Brennen so etwa unterhalb der Blase bis zum Penis oder oder oder oder der PSA steigt bei mehreren Messungen stetig an. (Jetzt komme bloß keiner auf die Idee, dies hier wäre ein Tipp, dem Arzt etwas vorzuflunkern.) In solchen und vielen anderen Situationen ist die PSA-Bestimmung eine Leistung der GKV. Ja, und da sind wir bei IGeL. Die Früherkennung zielt auf diejenigen Männer, bei denen ein behandlungsbedüftiges (!) und heilbares Stadium gefunden werden kann. Es geht dabei nicht darum, ob man(n) sich Sorgen um seine persönliche Zukunft macht. Das ist IGeL und der GKV ziemlich wurscht. Man(n) gehört dann halt noch nicht oder Gott-sei-Dank noch nicht zu den Männern, bei denen ein Verdacht auf PK besteht. Oder doch? Bei familiärer Häufung von Prostatakarzinomen oder anderen urogenitalen Krebserkrankungen kann man(n) nämlich versuchen, eine evtl. Kostenübernahme mit der zuständigen Kasse zu vereinbaren oder den Arzt ganz gezielt fragen, warum er (!) diese spezifische Behandlung/Diagnose nicht über die Kasse abrechnet. Nochmal: Im Bereich der Vorsorgeuntersuchung reicht zum Beispiel ein begründeter Verdacht aus, damit die Untersuchung von der Krankenkasse bezahlt wird. Die Ärzte haben da einen Spielraum. Nur manche Ärzte vernachlässigen diesen Ermessensspielraum zugunsten eines IGeL-Angebotes, weil viele Patienten in der Sprechstunde zunächst oder ganz algemein den Eindruck hinterlassen: Eigentlich habe ich ja nichts oder nichts besonderes, ausser Zukunftsangst, ich könnte ja aber auch wie mein Vater einen PK........ Und deshalb möchte ich doch gern, dass der liebe Doktor mich entsprechend untersucht. Und genau diese Patientenwünsche werden nicht von der GKV bezahlt, sondern nur der Standard ab einem gewissen Alter.

<Soweit keine Quelle angegeben ist, sind die Texte auszugsweise zusammengestellt von verschiedenen Internetquellen, dem BPS-Magazin und BPS-Forum (Mitteilungsorgan des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.), Werbeschriften und Dokumentationen von einschlägigen Unternehmen und Institutionen, eigenen Aufzeichnungen anläßlich von Besuchen auf urologischen Kongressen und Symposien, Seminaren und Vorträgen von Referentenvorträgen vor unserer Selbsthilfegruppe in Bielefeld und anschließend weitgehend laienverständlich aufbereitet, soweit ich dazu als medizinischer Laie in der Lage bin.p>November 2007


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