Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Chemotherapie - wann?

24.4.2011

Die bange Frage: Muß ich jetzt eine Chemobehandlung.....? kam in den beiden letzten Gruppentreffen auf. Ich selbst habe (noch) keine Erfahrung, aber bei den Texten von Dr. Eichhorn so eine Art Hilfstabelle gefunden, die für uns Laien durchaus handhabbar ist:

Dr. Eichhorn: Mit der Androgendeprivation erreicht man nur die androgenabhängigen (ADPC ) Prostatakarzinomzellen. Die androgen – unabhängigen ( AIPC ) Zellen wachsen weiter. Dies geschieht manchmal sehr heimtückisch auch ohne einen entlarvenden PSA – Anstieg.

Die Kombination Chemotherapie -ADT3 ist m.e. dann indiziert wenn das Risiko hoch ist dass sich mittelfristig ein AIPC entwickelt.

Risikofaktoren für die Entwicklung ein AIPC:

1. hoher Ausgangs PSA ( z.B. 200 ng/ml )
2. PSA nach radikaler Prostatektomie >0,1 und PSADT unter 6 Monaten ( siehe oben )
3. langsamer PSA – Abfall ( Nadir nach 6 Monaten oder später ) unter ADT3
4. hoher PSA Nadir unter ADT3 ( z.B. 2 ng/ml )
5. Lymphknoten u/o Knochenmetastasen
6. Gleason 8-10
7. Aneuploider Tumor, bcl-2 ?; p 53 ?
8. CGA, NSE erhöht oder ansteigend
9. Rel. junger Patient ( z.B. 65 und jünger ) ohne schwere Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck

Lesen Sie auch "Chemotherapie - frühzeitig"
Das Magazin des BUndesverbandes BPS schreibt zur Chemotherapie

November 2007, aktualisiert im Juni 2009/April 2011


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