Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Strahlentherapie Hohe Strahlendosis bei gleichzeitiger Schonung der Nachbarregion

17.12.2007

Strahlentherapie: Dosiseskalation ohne Zunahme der Toxizität

Die externe Strahlentherapie galt lange Zeit und zum Teil auch noch heute als die schlechtere Alternative zur Prostatektomie. Heute sind mit den Fortschritten der Technik hohe Bestrahlungsdosen bei gleichzeitiger Schonung der benachbarten Organe möglich. Allerdings: Die Höhe der Strahlendosis entscheidet über den Erfolg der Therapie.

Mit den bis vor wenigen Jahren eingesetzten Geräten bestand das Problem, man möchte einerseits eine hohe Dosis so um 72 Gy erzielen und gleichzeitig strahlenbedingte Nebenwirkungen wie rektale Blutungen oder urogenitale Nebenwirkungen gering halten, sagte jüngst ein Experte der Charite. >p> Die intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT, eine neue Gerätegeneration bietet die Möglichkeit, die Intensität der Strahlendosis innerhalb eines Bestrahlungsfeldes variabel zu gestalten. Dazu wird das Bestrahlungsfeld in viele kleine Teilbereiche zerlegt, welche Punkt für Punkt mit unterschiedlicher Intensität bestrahlt werden. Dies geschieht, indem sich schmale Bleilamellen im Strahlerkopf des Linearbeschleunigers vor und zurück bewegen (je nachdem welche Position er gerade innehat, oberhalb, seitlich seitlich unterhalb usw.) und so verschiedene Formen des Bestrahlungsfeldes abbildet. Das Problem dabei ist der Patient in seiner Liegeposition. Durch Atmung, Darmbewegung, Füllstand der Blase und des Darmes gibt es Abweiungen vom Referenzbild bei der Bestrahlungsplanung. Die Abweichungen führen zu Bestrahlungs"fehlern" Die IGRT-Gerätetechnik (Image Guided Radio Therapy -kurz IGRT) als technische Verbesserung ist aber bereits in Erprobung. Dabei werden Goldmarker in die Prostata implantiert, welche die genaue Position der Prostata angeben. Von der IMRT (und IGRT, sofern man Zugang zu einer Strahlenklinik mit dieser technik hat) profitieren insbesondere Risikopatienten mit einem PSA größer 10, einem Gleason-Score größer 6 und einem Tumorstadium größer T2b.

Dezember 2007


Schlagwörter:

IGRT, IMRT

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