Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

intraduktale Tumorausbreitung

19.12.2007

die intraduktale Tumorausbreitung im Gangsystem der Prostata ist ein Risikofaktor, weil eine eigenständige Entitität,

die vom HGPIN abgerenzt werden muß,
sie erscheint in keinem Nomogramm,
man findet sie in 15 bis 45 Prozent aller pathologischen Untersuchungen;

Mc Neil hat es ganz klar gezeigt: Das sind ganz aggressive Prostatatumoren. Die intraduktale Tumorausbreitung korreliert mit einem großen Tumorvolumen, einem hohen Gleasongrad, positiven Absetzungsrändern, und Samenblaseninfiltration.

Prof. Bonkhoff auf seiner Webseite: Scharf begrenzte (intraduktale) papilläre und kribriforme Karzinome (Gleason Grad 3C) gehören biologisch und klinisch eher in die high grade Gruppe (Grad 4) als in die prognostisch günstigere Kategorie der Gleason Grad 3 Tumoren Prof. Bonkhof:"Das Dumme ist, diese Karzinome werden nicht diagnostiziert, weil festgelegt ist, dass das intraduktale Prostatakarzinom zur HGPIN gehört. Hier wird ein potentielles HighRisk-Karzinom als Präkarzerose definiert. Das ist ganz schlecht."

Zudem wurden beim intraduktalen Prostatakarzinom in 60% der untersuchten Tumore genetische Instabilitäten entdeckt. Prof. Bonkhof:"Diese Tumoren sprechen schlecht auf die Hormontherapie an."

Dezember 2007

Nachtrag 2014

Das intraduktale Prostatakarzinom (intraduktalen Karzinoms der Prostata IDC-P) ist eine aggressive Variante des Prostatakarzinoms, die heute oft noch unter der Diagnose „HGPIN" sub sumiert wird. Nach neuen Erkenntnissen ist diese Einstufung jedoch nicht mehr aufrechtzuerhalten.

Die Diagnose des IDC-P in der Biopsie prognostiziert ein ungünstiges Grading und Staging in der Prostatektomie, ein schlechtes Ansprechen auf die neoadjuvante Hormon- und Chemotherapie sowie ein erhöhtes Frührezidivrisiko nach externer Bestrahlung. Die Diagnose des IDC-P in der Biopsie und in der Prostatektomie hat somit erheblichen Einfluss auf die Risikoabschätzung und Therapieentscheidung bei Patienten mit Prostatakarzinom. Quelle: 2013 Prof. Helmut Bonkhoff

Meine Empfehlung: Fragen Sie nach bei Ihrem Urologen oder lassen Sie eine Zweitbefundung durchführen, wenn es im Bericht des Pathologen heißt: HGPIN aber Gleason und PSA weiterhin verdächtig erscheinen.
Dez. 2014 WDF

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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