Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Molekularer Gleason

19.12.2007

Dazu der von mir sehr geschätzte Prof. Bonkhof aus Berlin: "Der Gleasonfaktor ist der wichtigste Marker, er hat aber auch Mängel: und zwar die Reproduzierbarkeit. Viele Patienten haben es ja schon erlebt, dass ihr Gleasongrad bei Nachbewertungen verändert wurde.

Das zweite Manko ist, der Gleason bewertet nur die Wachstumsform eines Karzinoms, der Gleason schaut nicht auf die Kerne. Der Gleason berücksichtigt nicht die Zytologie von Tumorzellen.&qut;

Prof. Bonkhof nochmal: "Und ich bin mir relativ sicher, dass der Gleasongrad im nächsten Jahr ergänzt wird durch das Kernverhältnis und dass man dann viel bessere prognostische Aussagen wird machen können."

Prof. Bonkhof:"Das dritte Manko beim Gleasongrad ist, die einzelnen Gleasongrade sind prognostisch heterogen. d.h. ein Gleasongrad 3 ist nicht gleich Gleasongrad 3. Wenn das so wäre, dann hätten alle Patienten mit GL 3 die gleiche Prognose. Dem ist nicht so und man hört immer wieder die Forderung nach einem Molekularen Gleason. Den gibt es aber noch nicht. Was wir haben sind prognostische und prädikative Marker, die uns über den Gleason hinaus zusätzliche Informationen über den Tumor geben."

Dezember 2007


Schlagwörter:


Zurück