Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

PET/CT-Diagnostik

31.7.2010

PET/CT-Diagnostik nun für zwei weitere Krebsarten Kassenleistung

Berlin, 14.12.2007 Die Techniker Krankenkasse (TK) und das Diagnostisch Therapeutische Zentrum (DTZ) nehmen nach ihrem ersten Vertrag zur Integrierten Versorgung (IV) für Patienten mit Lungenkrebs erneut eine Vorreiterrolle in Deutschland ein: Seit dem 1. Dezember 2007 können sich nun auch TK-Versicherte mit Brust- und Lymphdrüsenkrebs mit der PET/CT im DTZ auf Kosten der Krankenkasse untersuchen lassen. Dabei ist das PET/CT-Gerät im DTZ das deutschlandweit erste Gerät mit der so genannten High-Definition-Technik (HD-PET/CT) und damit das modernste seiner Art: Mit verbesserter Bildauflösung und deutlich verkürzten Untersuchungszeiten kann jeder Tumor noch schneller erkannt und präziser lokalisiert werden.

High Definition PET/CT (HD-PET/CT) – Onkologie

Was ist HD-PET/CT? HD-PET/CT ist die Weiterentwicklung der PET/CT high resolution, der neuesten Gerätegeneration des innovativen Diagnoseverfahrens PET/CT, mit der so genannten High- Defintion-Messtechnik. Mit der neuen HD-PET/CT sind die Aufnahmen präziser denn je:
Die verkürzte Untersuchungszeit auf 10-12 Minuten ermöglicht, dass Bewegungsartefakte minimiert werden können. Eine gesteigerte Bildauflösung auf nunmehr 2 mm im PET und 0,75 mm im CT-Teil entdeckt selbst kleinste Absiedlungen – ein Meilenstein für die Frühdiagnostik. Die PET/CT fand bisher ihren Einsatz vor allem im Bereich der Onkologie, seit der PET/CT high resolution auch in der Kardiologie.

Funktionsweise:

Die hoch auflösende PET (Positronen-Emissions-Tomographie) erkennt das Krebsgewebe aufgrund eines gesteigerten Stoffwechsels der kranken Zellen. Die CT (Computer- Tomographie) zeichnet eine genaue anatomische 3D-Landkarte des Körpers. Durch die Kombination beider bildgebenden Verfahren (Fusion der Bilder) kann der Tumor eindeutig lokalisiert werden.

Vorteile:

PET/CT erspart dem Patienten einen beschwerlichen Diagnosemarathon und im günstigsten Fall Operationen auf Verdacht. Diagnostische Lücken können vermieden und die vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten (Chirurgie, Strahlen-, Chemotherapie) durch ein schnelles und klares Bild der Krankheit optimiert eingesetzt werden. Den Patienten können bis zu 30 % der Strahlenbelastung erspart werden. PET/CT ist kosteneffizient.

Erstattungsstatus:

Erstattungsstatus in Deutschland Deutschland verfügt derzeit über mehr als 30 PET/CT-Geräte, die Zahl der PET-Geräte ist weiter rückläufig. Das erste HD-PET/CT wurde im Dezember 2007 im DTZ in Berlin installiert. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat eine Kehrtwende in der Beurteilung der PET-Diagnostik vollzogen und ein positives Votum für die Diagnose des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms erteilt. Erstattungsstatus in Europa und den USA In Italien wurden im Jahr 2006 12 neue PET/CT-Geräte installiert. Aktuell ist von über 70 PET/CT-Geräten in Italien auszugehen, in Frankreich von über 60. Das Diagnoseverfahren mit PET und PET/CT wird in Nordamerika und allen anderen europäischen Ländern von den sozialen Gesundheitssystemen erstattet. Das staatliche Versicherungsprogramm der USA, Medicare, empfiehlt die Anwendung von PET sogar für alle Krebsarten. In Deutschland übernehmen nur die privaten Krankenversicherungen die Kosten für PET/CT im ambulanten Bereich.
(aus dem Internet)

Ergänzung:
Ein Strahlenexperte sagt dazu:
Mit einem PET-CT alleine haben sicherlich keine 90% der Patienten Klarheit über Ihr Problem. Eine Prostatitis kann auch schön im PET leuchten.

Wann ist die Durchführung dieser Spezialuntersuchung sinnvoll?

Bei Verdacht auf ein Prostatakarzinom nach Biopsie ohne Tumornachweis
bei auffälligem transrektalen Ultraschall (TRUS) und/oder
bei auffälligem Tastbefund und/oder
bei einer fortbestehenden PSA-Erhöhung

Bei Patienten mit nachgewiesenem Prostatakarzinom
zur Entscheidungsfindung weitere Therapiestrategien (Bsp. Bestrahlung, Hormon-therapie, Operation)
zum Ausschluss von Lymphknotenmetastasen (Lymphknotenbefall)
zum Ausschluss von Metastasen (Tochtergeschwülsten) in inneren Organen und in Knochen

Nach radikaler Prostatektomie (Totaloperation der Prostata) und
Ansteigen des PSA-Wertes
ohne Hormontherapie
nach Bestrahlung ohne Hormontherapie

siehe auch: PET/CT Grundsätzliches

letzte Aktualisierung im Juli 2010


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