Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Strahlentherapie beim Rückfall eines Prostatakarzinoms

14.2.2008

Die Diagnose eines lokalen Rückfalles (Rezidiv) wird bei einem bisher nicht bestrahlten Prostatakarzinom gestellt, wenn der PSA-Wert im weiteren Verlauf nach Operation dreimal hintereinander ansteigt.

Eine gewebliche Sicherung (Biopsie) ist oftmals dabei noch nicht möglich.

Grundsätzlich besteht auch hier das Ziel der Radiotherapie, den Patienten von seinem Tumor zu heilen insbesondere unter der Überlegung, eine alleinige Hormontherapie könne dagegen mittelfristig wenig hilfreich sein und führe erwartungsgemäß zu deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität. Der PSA-Wert sollte vor Beginn der Bestrahlung definitiv unter 1-1,5 ng/ml liegen; inzwischen wird diskutiert, bessere Heilerfolge seien zu erzielen, wenn bereits bei einem PSA von 0,4 ng/ml (oder niedriger) bestrahlt würde. Nicht nur die Experten der Strahlenklinik stehen bei der Strahlenbehandlung in der Verantwortung, auch der Patient! Auch er muß seinen Teil zum Gelingen der Therapie beitragen. Hierzu ist es notwendig, dass zu jeder Bestrahlung die Blase sehr gut gefüllt ist und der Darm etwa 1-2 Stunden zuvor entleert wurde. Dies dient der möglichst immer gleichen Position des bestrahlten Organs, weil sonst vermehrt Nebenwirkungen auftreten könnten durch die Organveränderungen bei den Bestrahlungsterminen. Aufgrund der möglichen Anhäufung von Begleiterscheinungen sollte im Falle einer Bestrahlung nach Operation die Strahlenbehandlung auch erst nach weitest gehender Rückbildung der postoperativen Inkontinenz begonnen werden; zumeist ist das erst nach etwa 4 bis 6 Monaten, abgesehen von kürzeren oder längeren Ausnahmen.


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