Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

DHT und Krebsvorsorge

05.1.2012

Bringt starke DHT Senkung starken Krebsschutz?

Androgene spielen bekanntlich eine zentrale Rolle bei Prostatahyperplasie und Prostatakrebs. Die Produktion des stärksten Androgens, Dihydrotestosteron, mithilfe eines 5-alpha-Reduktasehemmers zu blockieren, kann dem weiteren Drüsenwachstum und der Krebsentstehung vorbeugen.

Die Frage ist nun: Wie stark muss man die Hormonproduktion blockieren, um maximalen Nutzen herauszuholen? Der Umbau von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) wird von der 5-alpha-Reduktase katalysiert, von der zwei Isoformen existieren. Typ 2 findet sich vor allem in gesundem und hyperplastischem Prostatagewebe, während der Gehalt an Typ 1 von der intraepithelialen Neoplasie bis zum rezidivierten und metastasierten Prostatakarzinom immer mehr ansteigt, erläuterte Professor Dr. Helmut Klocker von der Universität Innsbruck am Satellitensymposium von GlaxoSmithKline anlässlich des 22. Jahreskongresses der European Association of Urology.

Von den beiden derzeit verfügbaren 5-alpha-Reduktaseinhibitoren (5-ARI) übt Dutasterid die stärkste Hemmung auf beide Isoenzyme aus; es hemmt Typ 1 etwa 45mal und Typ 2 etwa zweimal stärker als Finasterid. In Studien konnte gezeigt werden, dass dies bei allen behandelten Männern eine mindestens 70%ige Senkung des DHT-Spiegels und bei 85 % der Probanden sogar eine 90%ige Senkung brachte. In der PCPT1-Studie, einer Siebenjahresstudie mit fast 20 000 Teilnehmern, war gezeigt worden, dass die kontinuierliche Behandlung mit einem 5-ARI in therapeutischer Dosierung das Prostatakrebsrisiko um ein Viertel senken kann. Welchen Effekt Dutasterid in diesem Setting entfalten kann, wird derzeit in der REDUCE2-Studie untersucht, an der 8250 Männer teilnehmen werden. Zwischen PCPT und REDUCE gibt es Gemeinsamkeiten, wie etwa die Anwendung des 5-ARI in therapeutischer Dosierung und die Plazebokontrolle, aber auch zwei wichtige Unterschiede, wie Professor Dr. Alexandre Zlotta von der Universität Toronto ausführte.

Ergänzung:
In der folgenden über einen LINK erreichbaren Darlegung werden der Einfluß von DHT und Wirkmechanismen plausibel erklärt. Wenngleich der Beitrag aus der BodyBuilding-Szene zu kommen scheint, ist er dennoch interessant und enthält gute Informationen zu DHT und Prostata.

Februar 2008/aktualisiert im Januar 2012

 

Soweit keine Quelle angegeben ist, sind die Texte auszugsweise zusammengestellt von verschiedenen Internetquellen, dem BPS-Magazin und BPS-Forum (Mitteilungsorgan des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.), Werbeschriften und Dokumentationen von einschlägigen Unternehmen und Institutionen, eigenen Aufzeichnungen anläßlich von Besuchen auf urologischen Kongressen und Symposien, Seminaren und Vorträgen von Referentenvorträgen vor unserer Selbsthilfegruppe in Bielefeld und anschließend weitgehend laienverständlich aufbereitet, soweit ich dazu als medizinischer Laie in der Lage bin.


Schlagwörter:

DHT

Zurück