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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Welche Wirkung hat eine Misteltherapie?

04.3.2008

Welche Wirkung hat eine Misteltherapie bei PK?

Der Misteltherapie wird die Wirkung zugeschrieben, die Lebensqualität, insbesondere die Stoffwechselaktivität zu verbessern. Anwendung zumeist zur Behandlung solider Tumoren; Wirkung jedoch umstritten.Die klinischen Studien zu den Mistelpräparaten sind widersprüchlich. Etwa im Zusammenhang mit einer Chemotherapie verabreichte Mistelpräparaten zeitigten bei den Patienten eine bessere Lebensqualität manchmal auch eine bessere Verträglichkeit der belastenden Chemotherapie und (das ist nicht sicher belegt) ein längeres Überleben.

Bitte beachten: Tabletten, Tropfen (aus gepresstem Mistelsaft) oder Misteltee helfen nicht gegen Krebs, die wirksamen Inhaltsstoffe werden im Magen zerstört. Hier wird oft nicht vollständig informiert.

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Mistelgaben haben eine endorphine, stimulierend aufhellende Wirkung, die Hormontherapie eine suppressive Wirkung, also eine hemmende, das ist genau das Gegenteil. Eines setzt das andere ausser Kraft. Damit helfen Sie nicht!

Es gibt standardisierten Mistelpräparate zur unterstützenden Anwendung in der Krebstherapie, die in der Ausnahmeliste des Gemeinsamen Bundesausschusses enthalten sind und bei ärztlicher Verordnung von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden

Ergänzung:

Der Wirksamkeitsnachweis beim Menschen ist jedoch noch nicht ausreichend erbracht. Berichtet wird oft, daß sich die Beschwerden, die mit einer Krebserkrankung einhergehen, bessern, z.B. nimmt der Appetit zu, oder Schmerzen lassen nach. Manche Krebskranke fühlen sich subjektiv wohler. Objektiv meßbare Ergebnisse gibt es jedoch nur wenige.

Kommentar aus einer anderen Publikation:

Mistel wirkt auf das Immunsystem ein, ist aber nicht so invasiv wie die Immun-Chemo

Ein Urologe sagte: Mistel ist bei Nieren und Blasenkarzinomen völlig unwirksam. Wenn einer geheilt würde, dann hätte er auch nach Lourdes gehen können. Die Spontanheilungsrate liegt bei 0,3 Prozent.

Wer glaubt mit überteuerten Vitaminpillen oder sonstigen Nahrungsergänzungsprodukten oder Diäten seine Krebserkrankung heilen zu wollen oder gar zu können, der spielt m.E. mit seinem Leben. Hier wird mit Versprechen ohne ausreichende Beweisführung schwerstkranken Menschen, die sich an jeden möglichen Strohhalm klammern, das Geld aus der Tasche gezogen

Mistel hat eine Berechtigung als Arzneimittel, ob es aber das Arzneimittel der ersten Wahl ist, muß bezweifelt werden. Siehe die eine oder andere Klinik. Die auch Naturheilverfahren anbietet.

ABNOBAviscum, Helixor, Iscador und Vysorel: Die Mittel werden aus verschiedenen Mistelpflanzen gewonnen, die auf unterschiedlichen Bäumen (z. B. Apfel, Kiefer, Eiche, Tanne) wachsen. Welcher Mistelextrakt von welchem Wirtsbaum in Frage kommt, hängt u. a. davon ab, an welcher Krebsart Sie erkrankt sind. Die Mittel gibt es in verschiedenen Konzentrationsstufen. Da sie aus der ganzen Mistelpflanze hergestellt werden, kann ihr Wirkstoffgehalt schwanken. Cefalektin, Eurixor und Lektinol: Diese Mittel enthalten z. T. eine gleichbleibende (standardisierte) Menge an Mistellektin, überwiegend aus Pappelmisteln. Mistelpräparate werden bei fast allen Krebsarten als zusätzliche Medikamente angewandt, nicht als Ersatz für herkömmliche Therapien.

Anwendung

Die Mittel werden unter die Haut gespritzt, meist 1-3 x wöchentlich. Die Dosis hängt davon ab, an welcher Krebsart Sie erkrankt sind, wie groß der Tumor ist und womit Sie sonst noch behandelt werden. Manchmal wird das Mittel direkt in den Tumor gespritzt oder in die Vene infundiert. Es darf aber nicht in entzündete Hautstellen oder vorher bestrahlte Areale gespritzt werden.

Auszug aus einer Veröffentlichung des Krebsinformationsdienstes:

Wie können Patienten wegen einer Misteltherapie zu einer Entscheidung kommen?

Die wichtigste Voraussetzung ist das Gespräch mit dem behandelnden Arzt, eventuell auch mit der Klinik, in der Operation oder Chemotherapie durchgeführt wurden. Auch die Krankenkasse sollte wegen der Kostenübernahme befragt werden, obwohl die Versicherungen meist für die Misteltherapie aufkommen.

Welche Kriterien ein Betroffener anlegt, sollte er wie bei jeder anderen Therapieentscheidung sorgfältig prüfen:
Sind ihm die Sicherheitsvorschriften und Prüfungen zur Zulassung von Arzneimitteln wichtig, wie sie heute international anerkannt werden?
Oder spielen auch ganz individuelle Motive eine Rolle für eine zusätzliche Misteltherapie, zum Beispiel der Wunsch, selbst aktiv zu werden und auch letzte, nicht allgemein anerkannte Chancen zu nutzen?

Eine Alternative zu geprüften Standardverfahren wie Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung ist die Misteltherapie nicht: Ihre Befürworter sehen ihren Stellenwert in der zusätzlichen, begleitenden Behandlung und haben gute Erfahrungen gemacht,
ihre Kritiker sprechen ihr eine belegte Wirksamkeit ab und warnen vor - aus dieser Sicht - unnötigen Nebenwirkungen.

Meine Meinung, die Meinung aus der Selbsthilfegruppe Bielefeld.
Diese Meinung muß nicht richtig sein, weil sie von einem medizinischen Laien stammt.

Die klinischen Studien zu den Mistelpräparaten sind widersprüchlich. Tabletten, Tropfen (aus gepresstem Mistelsaft) oder Misteltee helfen nicht gegen Krebs, die wirksamen Inhaltsstoffe werden im Magen zerstört.

Mistelgaben haben eine aufhellende Wirkung, die Hormontherapie bei Prostatakrebs jedoch eine suppressive Wirkung, also eine hemmende, das ist genau das Gegenteil. Eines setzt das andere ausser Kraft. Damit helfen Sie sich nicht!

Welche Wirkung hat eine Misteltherapie? e% else %}


Schlagwörter:

Mistel, Mistel-Therapie

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